Glossar

Alle A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

A

Abschlag

Unterschied zwischen dem Nenn- oder Paritätswert und dem darunterliegenden Kurswert. Bei einem Future bedeutet ein Disagio, daß der Kontraktpreis niedriger ist als der Kassapreis des Basiswertes. Bei einer Option bedeutet er, daß die Optionsprämie niedriger ist, als der innere Wert der Option.

absichern

Schützen einer Position oder eines ganzen Portfolios gegen eine ungünstige Marktentwicklung.

Absicherungsgeschäft

Termingeschäft, das zum Schutz gegen eventuelle Verluste durch Preisänderungen im Waren-, Devisen- und Wertpapierverkehr abgeschlossen wird.

Additional Margin

Verkörpert die Sicherheitsleistung, die bei der für den nächsten Tag angenommenen ungünstigsten Preisentwicklung für die Glattstellung aller Positionen zu leisten wäre.

Agio

Im Börsenhandel: Unterschied zwischen dem Nennwert und dem höheren Kurswert eines Wertpapiers, ausgedrückt in % des Nennwerts. Im Devisenhandel: Differenz zwischen dem Kassakurs und dem höheren Terminkurs.

Aktienindex-Future

Vertragliche Vereinbarung, einen standardisierten Wert eines Aktienindexes zu einem im voraus ausgehandelten Kurs an einem späteren, standardisierten Fälligkeitstag zu kaufen bzw. zu verkaufen.

Aktienoption

Vertraglich vereinbartes Recht, eine bestimmte Anzahl von Aktien innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.

Aktiensplitt

Bei einem Aktiensplitt wird eine Stückaktie in kleinere Anteile - entsprechend dem Splitt-Verhältnis - zerlegt. Dadurch erhöht sich der Aktienbestand einer AG und Aktien mit hohem Kursniveau werden optisch günstiger. Für den Aktionär ändert sich sein Anteil an der AG nicht, da er dementsprechend mehr Aktien als vor dem Splitt hält.

al pari

Im Emissionsgeschäft geläufiger Ausdruck, der bedeutet, daß der Kurswert eines Wertpapiers dessen Nominalwert entspricht.

Allokation

Verfahren, durch das die Clearing-Stelle dasjenige Clearing-Mitglied mit Long-Positionen ermittelt, welches die Lieferung des Basiswertes entgegennehmen wird. Da dasselbe Clearing-Mitglied meist sowohl Long- als auch Short-Positionen im gleichen Kontrakt hat, ist der Zuteilungsalgorhythmus so programmiert, daß die Anzahl der effektiv zwischen Clearing-Mitgliedern auszuführenden Lieferungen möglichst klein ist.

amerikanische Option

Option, die jederzeit bis zum bzw. am Verfalldatum ausgeübt werden kann.

Anleihe

Anleihe: Sammelbegriff für verzinsliche Schuldverschreibungen mit fest vereinbarter Laufzeit. Als Emittenten treten sowohl Einrichtungen der öffentlichen Hand (z.B. Bund, Länder und Gemeinden) als auch private Unternehmen (Industrieobligationen, Industrieanleihen) auf. Anleihen sind eine günstige Finanzierungsalternative von Investitionsvorhaben gegenüber einer herkömmlichen Bankfinanzierung. Eine Anleihe verbrieft ein Gläubigerrecht, d.h., lautet auf einen bestimmten Betrag, den der Aussteller des Papiers, der Emittent, dem Anleger schuldet. Dieser Geldbetrag, auch Nennwert oder Nominalwert genannt, kann zum Beispiel auf 100,00 Euro oder auf einen anderen Betrag und/oder eine andere Währung lauten. Er wird dem Anleger zu einem vorher festgelegten Zeitpunkt zurückgezahlt. Die Zeitspanne zwischen dem Verzinsungsbeginn einer Emission und der Rückzahlung (Tilgung) bezeichnet man als Laufzeit des Wertpapiers. Ist ein Teil der Laufzeit bereits abgelaufen, so bezeichnet man den bis zur Tilgung noch verbleibenden Zeitraum als Restlaufzeit. Zu den Anleihen zählen zum Beispiel Pfandbriefe, Industrieobligationen, Kommunalobligationen und öffentliche Anleihen.

Arbitrage

Ausnützung örtlicher oder internationaler Kursunterschiede gleicher Werte, wie z.B. Wertpapiere, Devisen, Banknoten, wobei diese Werte auf dem Markt mit den niedrigsten Preisen gekauft und auf dem Markt mit den höchsten Preisen verkauft werden. Im Idealfall ist die Arbitrage völlig risikofrei.

Aufgeld

Im Börsenhandel: Unterschied zwischen dem Nennwert und dem höheren Kurswert eines Wertpapiers, ausgedrückt in % des Nennwerts. Im Devisenhandel: Differenz zwischen dem Kassakurs und dem höheren Terminkurs.

Aufpreis

Im Börsenhandel: Unterschied zwischen dem Nennwert und dem höheren Kurswert eines Wertpapiers, ausgedrückt in % des Nennwerts. Im Devisenhandel: Differenz zwischen dem Kassakurs und dem höheren Terminkurs.

Auftrag gültig bis auf Widerruf

Aufträge, die solange im System verbleiben, bis sie entweder ausgeführt oder annulliert werden.

außerbörslich gehandelte Option

Nicht standardisierter Optionskontrakt, dessen Einzelheiten von den beiden Parteien im gegenseitigen Einverständnis festgelegt werden und der nicht an einer Börse gehandelt wird.

ausgeglichen

Bezeichnung für eine Position, die weder long noch short ist.

ausgeloste Short-Position

Options-Short-Position, die zur Ausübung ausgelost worden ist und für die noch keine Lieferung stattgefunden hat.

Auslosung

Zufallsverfahren, durch das die Börse diejenigen Optionsverkäufer bestimmt, welche ihrer eingegangenen Verpflichtung nachkommen und somit den Basiswert liefern bzw. entgegennehmen müssen.

Auslosungsanzeige

Mitteilung an den Stillhalter, daß seine Option zur Ausübung ausgelost wurde.

Ausübungsanzeige

Ankündigung des Optionsinhabers, daß er die Absicht hat, von seinem Optionsrecht Gebrauch zu machen, d.h. seine Kontrakte auszuüben. Für den Inhaber von Calls (Puts) bedeutet dies, daß er die Clearing-Stelle über seine Absicht informiert, den Basiswert zu kaufen (verkaufen).

Ausübungslimit

Maximale Anzahl Optionskontrakte derselben Klasse, die ein Marktteilnehmer innerhalb einer bestimmten Zeitspanne ausüben darf.

Ausübungspreis

Preis, zu dem der Basiswert bei Ausübung der Option gekauft bzw. verkauft werden kann.

B

B (Brief)

G (Geld) : Zu diesem Preis gab es Nachfrage nach der Aktie, es lagen aber keine Verkaufsangebote vor.
B (Brief) : Zu diesem Preis wurden Aktien angeboten, es gab keinen Käufer.
b (bezahlt) : Angebot und Nachfrage waren ausgeglichen. Gleichbedeutend mit keinem Kurszusatz.
exD (ohne Dividende) : Erste Notiz nach Abschlag der Dividende.
bB (bezahlt Brief) : Alle Kaufaufträge zu diesem Kurs wurden ausgeführt, es lag aber noch weiteres Angebot vor.
bG (bezahlt Geld) : Alle Verkaufsaufträge zu diesem Kurs wurden ausgeführt, es gab aber noch weitere Nachfrage.
T (Taxkurs) : Ein Preis konnte nicht festgestellt werden und wurde geschätzt.

Baisse-Spread

Strategie bestehend aus dem gleichzeitigen Kauf und Verkauf von Calls oder Puts, die einen Gewinn abwirft, wenn der Preis des zugrundeliegenden Wertes sinkt.

Balkenchart

Beim Balkenchart wird das Auf und Ab an der Börse innerhalb des festgelegten Zeitraums (Tag, Woche, Monat) deutlich sichtbar. Die Länge des Kursbalkens spiegelt die Schwankung des Wertes in der betrachteten Periode wieder. Zusätzlich zeigt der linke Strich den Eröffnungskurs und der rechte Strich den Schlusskurs innerhalb des Betrachtungszeitraums an.

Bandbreiteoption

Gleichzeitiger Kauf eines Cap und Verkauf eines Floor. Kann die Prämie des Cap teilweise oder vollständig durch den Verkauf eines Floor finanziert werden, wird eine kostenlose Absicherung erzielt.

Barabgeltung

Abrechnung eines Kontraktes durch Zahlung oder Empfang eines Barbetrages anstelle der physischen Lieferung des Basiswertes. Bei Futures mit Barausgleich wird der Barausgleich als Differenz zwischen dem Settlementpreis des letzten Handelstages und dem Settlementpreis des Vortages berechnet. Bei Optionen wird der Barausgleich durch die Differenz zwischen dem Ausübungspreis der Option und dem letzten Tagesendbewertungskurs des Basiswertes bestimmt.

Barabrechnung

Abrechnung eines Kontraktes durch Zahlung oder Empfang eines Barbetrages anstelle der physischen Lieferung des Basiswertes. Bei Futures mit Barausgleich wird der Barausgleich als Differenz zwischen dem Settlementpreis des letzten Handelstages und dem Settlementpreis des Vortages berechnet. Bei Optionen wird der Barausgleich durch die Differenz zwischen dem Ausübungspreis der Option und dem letzten Tagesendbewertungskurs des Basiswertes bestimmt.

Barausgleich

Abrechnung eines Kontraktes durch Zahlung oder Empfang eines Barbetrages anstelle der physischen Lieferung des Basiswertes. Bei Futures mit Barausgleich wird der Barausgleich als Differenz zwischen dem Settlementpreis des letzten Handelstages und dem Settlementpreis des Vortages berechnet. Bei Optionen wird der Barausgleich durch die Differenz zwischen dem Ausübungspreis der Option und dem letzten Tagesendbewertungskurs des Basiswertes bestimmt.

Basis

Differenz zwischen dem Kassakurs und dem Terminkurs eines Finanzinstrumentes.

Basis-Risiko

Gefahr, daß sich das Verhältnis zwischen Kassa- und Terminkurs in der Zeitspanne zwischen Eröffnung und Glattstellung der Position wesentlich verändert.

Basispreis

Preis, zu dem der Basiswert bei Ausübung der Option gekauft bzw. verkauft werden kann.

Basiswert

Zugrundeliegendes Instrument einer Option oder eines Futures-Kontraktes.

Bear Call Spread

Bear-Spread, der sich aus dem Verkauf eines Call mit niedrigerem Ausübungspreis und dem gleichzeitigen Kauf eines Call mit demselben Verfalldatum aber höherem Ausübungspreis zusammensetzt.

Bear Put Spread

Bear-Spread, der sich aus dem Verkauf eines Put mit niedrigerem Ausübungspreis und dem gleichzeitigen Kauf eines Put mit demselben Verfalldatum aber höherem Ausübungspreis zusammensetzt.

Bear Spread

Strategie bestehend aus dem gleichzeitigen Kauf und Verkauf von Calls oder Puts, die einen Gewinn abwirft, wenn der Preis des zugrundeliegenden Wertes sinkt.

Bestens-Auftrag

Auftrag, der zum bestmöglichen Preis ausgeführt werden muß, sobald er auf den Markt kommt.

Bestens/Billigst-Auftrag

Auftrag, der zum bestmöglichen Preis ausgeführt werden muß, sobald er auf den Markt kommt.

Black-Scholes-Optionspreismodell

Analytisches Modell für die Berechnung von theoretischen Optionspreisen, das sowohl den Tageskurs des Basiswerts, den Zinsfuß, die Restlaufzeit, die Volatilität als auch eventuelle Dividendenzahlungen innerhalb der Laufzeit berücksichtigt. Die ursprüngliche Version des Modells wurde für die Optionspreisberechnung europäischer Optionen entwickelt.

börsengehandelte Option

Standardisierter Optionskontrakt, der zum Handel an einer Börse zugelassen ist.

Break-Even-Preis

Der nach einem mathematischen Optionspreismodell bestimmte Wert einer Option, bei dem sowohl der Käufer als auch der Stillhalter nach Berücksichtigung des Risiko-Faktors die Gewinnschwelle erreichen.

Bull Call Spread

Hauße-Strategie, die sich aus dem Kauf eines Call mit tieferem Ausübungspreis und dem gleichzeitigen Verkauf eines Call mit höherem Ausübungspreis und demselben Verfalldatum zusammensetzt.

Bull Put Spread

Hausse-Strategie, die sich aus dem Kauf eines Put mit niedrigerem Ausübungspreis und dem gleichzeitigen Verkauf eines Put mit höherem Ausübungspreis und demselben Verfalldatum zusammensetzt.

Bull Spread

Strategie bestehend aus dem gleichzeitigen Kauf und Verkauf von Calls oder Puts, die einen Gewinn abwirft, wenn der Preis des zugrundeliegenden Wertes steigt. Zum Beispiel: Verkauf einer Option mit höherem Ausübungspreis und gleichzeitiger Kauf einer Option desselben Typs mit niedrigerem Ausübungspreis.

Bull/Bear-Ratio

Das Bull/Bear-Ratio beschreibt ein prozentuales Verhältnis der uns vorliegenden gewichteten Empfehlungen zu der Anzahl der Gesamtempfehlungen (Kaufen, Halten und Verkaufen). Mit diesem Tool können Sie die aktuelle Situation einer Aktie, eines Indices oder des Gesamtmarktes aus Sicht der Analysten einschätzen. Ist dieser Wert positiv und dazu noch sehr hoch, so sind viele Aktien unterbewertet und lassen tendenziell auf höhere Kurse schliessen. Bei einem positiven niedrigen Wert ist die Aktie/der Index/ der Markt fair bewertet und läßt tendenziell auf gleichbleibende Kurse schliessen. Ein negativer Wert bedeutet hingegen, dass die Aktie teuer ist und der Kurs wahrscheinlich sinken wird. Unser Bull/Bear-Ratio bewegt sich in einer Spanne von –100% (sehr sehr schlecht) bis +100% (sehr sehr gut). Analysten schreiben bekanntermaßen viele Kaufempfehlungen und wenig Verkaufempfehlungen und geben stattdessen ein Halten für ein Verkaufen aus. Dies fand in der Form Berücksichtigung, dass jedes 4. Halten in unserer Berechung wie ein Verkaufen behandelt wird.

Bund-Future

Börsenterminkontrakt auf eine langfristige Bundesschuldverschreibungen (Bundesanleihe). Da Bundesanleihen eine Daueremission der Bundesrepublik Deutschland sind, gibt es eine Vielzahl von Bundesanleihen mit verschiedenen Laufzeiten. Dem Bund-Future unterliegt eine fiktive Schuldverschreibung mit einer Laufzeit zwischen acht und zehn Jahren, einer Verzinsung von sechs Prozent sowie ein Kontraktwert von 100.000 Euro. Der Handelsplatz ist die Terminbörse EUREX.

Bundesobligationen

Festverzinsliche Wertpapiere, die mit fünfjähriger Laufzeit und jährlicher Zinsausschüttung vom Bund als Daueremissionen ausgegeben werden.

Bundesschatzbriefe

Festverzinsliche Wertpapiere, die als Daueremissionen des Bundes in zwei Varianten ausgegeben werden. Typ A besitzt eine Laufzeit von sechs Jahren mit steigendem Zinssatz und einer jährlichen Ausschüttung. Die Rückzahlung erfolgt zum Nominalbetrag. Typ B besitzt eine Laufzeit von sieben Jahren. Die Zinsen werden während der Laufzeit akkumuliert und mit dem Kapital bei Fälligkeit in einer Summe ausgezahlt. Bundesschatzbriefe sind mündelsicher, d.h. der Bund haftet für sie mit seinem Vermögen und Steueraufkommen.

Butterfly Spread

Optionsposition bestehend aus insgesamt 4 Kontrakten mit dem gleichen Verfalldatum, resultierend aus dem Kauf einer Option mit tiefem Basispreis, dem Verkauf von 2 Optionen mit mittleren Basispreisen und dem Kauf einer Option mit höherem Basispreis. Die Strategie beruht auf der Annahme einer stabilen Marktsituation oder zumindest abnehmender Volatilität.

C

Call

Optionskontrakt, der seinem Inhaber das Recht einräumt, während einer gewissen Frist oder zu einem fixen Zeitpunkt, eine bestimmte Menge eines bestimmten Gutes zu einem im voraus festgelegten Preis zu kaufen, und den Stillhalter verpflichtet, den Basiswert zu verkaufen, falls der Inhaber sich entschließt, seine Option auszuüben.

Candlestick

Diese aus dem asiatischen Raum stammende Chartart ist dem Balkenchart ähnlich. Die untere Begrenzung der Kerze markiert den Eröffnungskurs, die obere den Schlusskurs. Die ober- und unterhalb des Kerzenkörpers angebrachten Linien zeigen den Höchst- bzw. Tiefstkurs an. Wenn der Schlusskurs über dem Eröffnungskurs liegt, wird die Kerze hell dargestellt; im umgekehrten Fall dunkel. Durch diese Farbunterscheidung wirkt ein Kerzenchart transparenter als ein Balkenchart.

Cap

Vertraglich handelbares Recht auf einen im voraus festgelegten Höchstzinssatz, welcher sich auf einen Referenzzinssatz bezieht. Sobald der Referenzzinssatz über den Höchstzinssatz des Cap steigt, macht der Käufer von seinem Ausübungsrecht Gebrauch und erhält die entsprechende Zinsdifferenz.

Cash-und-Carry-Arbitrage

Kauf eines Instrumentes auf dem Kassamarkt und gleichzeitiger Verkauf desselben Instrumentes auf dem Terminmarkt.

CEO - Chief Executive Officer

dt. Vorstandsvorsitzender, wird mittlerweile auch in Dt. gerne als Titel benutzt. Ist in seiner Stellung eher stärker als der traditionelle dt. Vorstandsvorsitzende, Es wird zZ in der BWL Literatur stark thematisiert, ob man das Konzept eines starken CEO auch auf dt. Gesellschaften anwenden sollte

CFO - Chief Financial Officer

Finanzvorstand

Chartanalyse

Die grafische Darstellung des Kursverlaufes einer Aktie oder eines Indices wird Chart genannt. Die Darstellung erfolgt entweder als Linienchart, Balkenchart, Kerzenchart (Candlestickchart) oder als Point & Figure-Chart. Anhand des Kursverlaufes in der Vergangenheit erstellen die Chartisten Prognosen für den künftigen Kursverlauf. Dazu werden in die Charts Trend-, Widerstands- und Unterstützungslinien eingezeichnet, sowie gleitende Durchschnitte und der Umsatz dargestellt. Darüber hinaus helfen bestimmte Formationen (z.B. Dreiecke, Wimpel, Flaggen, Keile und Schulter-Kopf-Schulter) den Chartanalysten bei der Einschätzung der kommenden Kursentwicklung. Und letztendlich werden zur Verfeinerung der Analysen noch die unterschiedlichsten Indikatoren (z.B. Advanced Declince Line, Bollinger Bands, Coppock, MACD, Overbought/Oversold, Relative Stärke und Stockastik) berechnet und ausgewertet.

Charttechnik

Die grafische Darstellung des Kursverlaufes einer Aktie oder eines Indices wird Chart genannt. Die Darstellung erfolgt entweder als Linienchart, Balkenchart, Kerzenchart (Candlestickchart) oder als Point & Figure-Chart. Anhand des Kursverlaufes in der Vergangenheit erstellen die Chartisten Prognosen für den künftigen Kursverlauf. Dazu werden in die Charts Trend-, Widerstands- und Unterstützungslinien eingezeichnet, sowie gleitende Durchschnitte und der Umsatz dargestellt. Darüber hinaus helfen bestimmte Formationen (z.B. Dreiecke, Wimpel, Flaggen, Keile und Schulter-Kopf-Schulter) den Chartanalysten bei der Einschätzung der kommenden Kursentwicklung. Und letztendlich werden zur Verfeinerung der Analysen noch die unterschiedlichsten Indikatoren (z.B. Advanced Declince Line, Bollinger Bands, Coppock, MACD, Overbought/Oversold, Relative Stärke und Stockastik) berechnet und ausgewertet.

Chinese Wall

Der Bankenbegriff «Chinese Wall» ist seit August 2001 im Zusammenhang mit der Deutschen Bank verwendet worden. Er bedeutet die strikte Trennung der Abteilungen Aktienanalyse und Wertpapierhandel innerhalb einer Bank. Allerdings wird dies von Marktbeobachtern und Verbraucherschützern immer wieder in Frage gestellt. So auch im Falle der Deutschen Bank. Nachdem die Analysten der Frankfurter Großbank am Freitag nach Börsenschluss eine frühere Kaufempfehlung für die Aktien der Telekom bestätigthatten, stieg der Kurs der T-Aktie am Montag gegen den allgemeinen negativen Trend um 1,7 Prozent. Am nächsten Tag verkaufte die Deutsche Bank im Auftrag eines Großinvestors 44 Millionen Aktien, und der Kurs stürzte auf ein neues Jahrestief ab.

CIO - Chief Information Officer

Vorstand EDV, Informationverarbeitung:Ihm oder ihr untersteht der gesamte Bereich der internen Daten- und Informationsverarbeitung

CKO- Chief Knowledge Officer

Leiter des Berreich Knowledge Management im Unternehmen

Clearing House

Einer Terminbörse angeschlossenes oder in ihr integriertes Institut, das alle an der Börse getätigten Abschlüsse verrechnet und nach jedem Abschluß als Kontraktpartei des Clearing-Mitgliedes des Käufers und des Clearing-Mitgliedes des Verkäufers eintritt.

Clearing-Mitglied

Bei der Clearing-Stelle zugelassenes Börsenmitglied, über das die Nicht-Clearing-Mitglieder ihre Geschäfte abzuwickeln haben.

Clearing-Stelle

Einer Terminbörse angeschlossenes oder in ihr integriertes Institut, das alle an der Börse getätigten Abschlüsse verrechnet und nach jedem Abschluß als Kontraktpartei des Clearing-Mitgliedes des Käufers und des Clearing-Mitgliedes des Verkäufers eintritt.

Collar

Gleichzeitiger Kauf eines Cap und Verkauf eines Floor. Kann die Prämie des Cap teilweise oder vollständig durch den Verkauf eines Floor finanziert werden, wird eine kostenlose Absicherung erzielt.

Conversion

Arbitragestrategie, die aus dem Kauf des Basiswertes und eines Put und dem Verkauf eines Call derselben Optionsserie besteht. Bei dieser Strategie werden "teure" Calls verkauft und "billige" Puts gekauft.

COO - Chief Operating Officer

Vostand Produktion, Technik: Sozusagen der Chef des operativen Geschäfts.

Cost of carry

Positive oder negative Netto-Finanzierungskosten des Besitzes des Kontraktgegenstandes, die sich aus den Lagerkosten, Versicherungsprämien und den Zinsen für die Finanzierung des Erwerbs der Waren, abzüglich der Zinserträge und Dividenden (bei Finanzaktiva) zusammensetzen.

Covered Option

Aktienoption, die durch Hinterlegung und Verpfändung einer entsprechenden Anzahl verschriebener Titel durch den Stillhalter abgesichert ist.

Criée-Handel

Handelsmethode an einer Börse, wobei die Parketthändler sich ihre Angebote und Nachfragen zurufen oder durch Handzeichen zu verstehen geben.

Cross Hedge

Absicherung einer Kassamarktposition in einem bestimmten Finanzinstrument durch Eingehen einer Futures-Position in einem anderen Finanzinstrument, wobei die Strategie auf der Annahme beruht, daß die Preisentwicklung der beiden unterschiedlichen Instrumente parallel verläuft.

CTD-Anleihe

Zur Erfüllung eines Zins-Futures lieferbare Anleihe, die kosten-günstiger als alle anderen geliefert werden kann. Die Differenz zwischen dem Rechnungsbetrag und den Kosten der Lieferung der günstigst lieferbaren Anleihe entspricht also dem grösstmöglichen Gewinn, bzw. dem kleinstmöglichen Verlust, verglichen mit der Lieferung anderer Anleihen.

D

Datumsbezogene Order

Datumsbezogene (Good-till-date Order) sind bis zu einem angegebenen Datum gültig.

DCM

Mitglied der Clearing-Stelle einer Terminbörse, welches dazu berechtigt ist, das Clearing der eigenen Geschäfte und der Geschäfte seiner Kunden durchzuführen.

Delta

Maß für die Veränderung des Optionspreises bei einer Veränderung des Basiswertes um eine Einheit.

Delta-Absicherung

Absicherungsstrategie, bei der eine Optionsposition aufgebaut wird, deren Wert sich in Abhängigkeit des Basiswertkurses so entwickelt, daß Gewinne bzw. Verluste auf der abgesicherten Position durch Verluste bzw. Gewinne auf der Optionsposition ausgeglichen werden.

Delta-Faktor

Maß für die Veränderung des Optionspreises bei einer Veränderung des Basiswertes um eine Einheit.

Deport

Marktsituation, in der die Futures-Kontrakte mit näherliegender Fälligkeit zu höheren Preisen gehandelt werden, als die Kontrakte mit weiter entfernt liegender Fälligkeit. Diese Situation entsteht oft, wenn das Angebot die Nachfrage nur ungenügend befriedigt.

derivatives Finanzinstrument

Finanzinstrument, welches sich auf ein anderes Instrument, wie z.B. Aktien, Indizes, Waren, usw. bezieht.

derivatives Produkt

Finanzinstrument, welches sich auf ein anderes Instrument, wie z.B. Aktien, Indizes, Waren, usw. bezieht.

Designated Sponsor

Die marktbreiten und überwiegend sehr liquiden Werte im Deutschen Aktienindex (DAX) haben es kaum nötig, dass sich besondere Spezialisten um die Liquidität in den Märkten und dementsprechend um faire Preise für die Anleger kümmern. Doch jenseits der großen Titel ist es sehr sinnvoll und wird an allen großen Börsen der Welt praktiziert, dass sich Spezialisten als Liquiditätsanbieter betätigen. Manchmal heißen sie Betreuer oder Designated Sponsor, manchmal Animateur, zuweilen auch Specialist oder Market Maker. Diese Spezialisten stellen verbindliche Preise für den An- und Verkauf von Aktien. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit der Orderausführung. Die Anleger können davon ausgehen, dass sie derart betreute Aktien jederzeit zu fairen Preisen kaufen und verkaufen können, ihre Wertpapiere also marktgerecht bewertet werden. Am Neuen Markt muss jede Aktie mindestens zwei Betreuer haben. Der Betreuer wiederum kann als Liquiditätsanbieter mehrere Aktien betreuen. Und das ist in der Regel auch der Fall, denn sonst lohnt sich das Geschäft für diese Spezialisten nicht. Anfang 2002 war zu beobachten, dass einige Banken Betreuermandate - da für sie nicht lohnend - aufgegeben haben. Diese wurden anschließend oft von anderen Spezialisten, zum Beispiel Maklergesellschaften, zur Abrundung ihrer Geschäftstätigkeit übernommen. Damit die Anleger und Emittenten die Arbeit und Qualität dieser Spezialisten nachvollziehen können, veröffentlicht die Börse quartalsweise ein Performance-Rating für diese Designated Sponsors. Bei der letzten Quartalsbewertung Ende April 2002 erhielten von den insgesamt 62 Sponsoren 48 die höchste Performance-Einstufung «AA». Das Deutsche Aktieninstitut rät Anlegern, auch dieses Qualitätskriterium für eine Aktien in die Anlageentscheidung einzubeziehen. Das Rating ist im Internet abrufbar unter www.xetra.de

Devisen-Future

Vertragliche Vereinbarung, eine standardisierte Menge einer bestimmten Währung zu einem im voraus ausgehandelten Kurs an einem späteren, standardisierten Fälligkeitstag zu übernehmen bzw. zu liefern.

Devisen-Swap

Kassaverkauf einer Währung gegen eine andere Währung und gleichzeitiger Rückkauf auf Termin oder umgekehrt.

Devisen-Terminkontrakt

Vertragliche Vereinbarung, eine standardisierte Menge einer bestimmten Währung zu einem im voraus ausgehandelten Kurs an einem späteren, standardisierten Fälligkeitstag zu übernehmen bzw. zu liefern.

Devisenoption

Vereinbarung, einen bestimmten Betrag von Devisen zu einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.

diagonaler Spread

Spreadposition, bei welcher die gekauften und die verkauften Optionen unterschiedliche Ausübungspreise und Verfalldaten aufweisen.

Direkt-Clearing-Mitglied

Mitglied der Clearing-Stelle einer Terminbörse, welches dazu berechtigt ist, das Clearing der eigenen Geschäfte und der Geschäfte seiner Kunden durchzuführen.

Disagio

Unterschied zwischen dem Nenn- oder Paritätswert und dem darunterliegenden Kurswert. Bei einem Future bedeutet ein Disagio, daß der Kontraktpreis niedriger ist als der Kassapreis des Basiswertes. Bei einer Option bedeutet er, daß die Optionsprämie niedriger ist, als der innere Wert der Option.

Dividende

Eine Dividende ist die Gewinnausschüttung der Unternehmen, die, wenn überhaupt, einmal jährlich erfolgt. Dividenden werden wie Zinsen von festverzinslichen Wertpapieren behandelt! Das Einrichten eines Freistellungsauftrags ist daher zu empfehlen!

dynamische Absicherung

Absicherungsstrategie, bei der eine Optionsposition aufgebaut wird, deren Wert sich in Abhängigkeit des Basiswertkurses so entwickelt, daß Gewinne bzw. Verluste auf der abgesicherten Position durch Verluste bzw. Gewinne auf der Optionsposition ausgeglichen werden.

E

earnings before interest and taxes

Abkürzung für Earnings Before Interest and Taxes. EBIT ist eine absolute Ertragskennzahl einer Unternehmung. Es wird berechnet aus dem Jahresüberschuß vor Steuern, Zinsergebnis und vor außerordentlichem Ergebnis. Durch die Eliminierung dieser genannten Faktoren, erhält man eine vergleichbarere Aussage über die eigentliche operative Ertragskraft einer Unternehmung und zwar unabhängig von der individuellen Kapitalstruktur. Bei Verwendung des Jahresüberschußes bzw. der Netto-Umsatzrendite schneiden nämlich Unternehmen mit einer höheren Eigenkapitalquote aufgrund geringerer Fremdkapitalkosten tendenziell besser ab. EBIT bildet die Basis für die Vergleichskennzahl EBIT-Marge, die das EBIT in Relation zum Umsatz setzt.

Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization

Abkürzung für Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization. EBITDA ist eine absolute Ertragskennzahl einer Unternehmung. Sie setzt sich aus dem Jahresüberschuß vor Steuern, dem Zinsergebnis und den Abschreibungen des Unternehmens zusammen. EBITDA ist eine international weitverbreitete und eine der aussagekräftigsten Erfolgskennzahlen um die operative Ertragskraft einer Gesellschaft zu beurteilen. Da international betrachtet die Gesellschaften unter unterschiedlichen Gesetzgebungen bilanzieren, ermöglicht die Kennzahl EBITDA aufbauend auf dem EBITaussagekräftigere Vergleiche der operativen Ertragskraft als man durch den ausgewiesenen Jahresüberschuß erhält. Beispielsweise weisen investitionsfreudige Unternehmen hohe ergebnismindernde Abschreibungen und damit einen geringeren Jahresüberschuß als weniger investitionsfreudige Unternehmen auf. Somit hat Das EBITDA also einen gewissen Bereinigungscharakter. Um das EBITDA sinnvoll für Unternehmensvergleiche zu nutzen, eignet sich die Kennzahl EBIT-Marge.

EBIT

Abkürzung für Earnings Before Interest and Taxes. EBIT ist eine absolute Ertragskennzahl einer Unternehmung. Es wird berechnet aus dem Jahresüberschuß vor Steuern, Zinsergebnis und vor außerordentlichem Ergebnis. Durch die Eliminierung dieser genannten Faktoren, erhält man eine vergleichbarere Aussage über die eigentliche operative Ertragskraft einer Unternehmung und zwar unabhängig von der individuellen Kapitalstruktur. Bei Verwendung des Jahresüberschußes bzw. der Netto-Umsatzrendite schneiden nämlich Unternehmen mit einer höheren Eigenkapitalquote aufgrund geringerer Fremdkapitalkosten tendenziell besser ab. EBIT bildet die Basis für die Vergleichskennzahl EBIT-Marge, die das EBIT in Relation zum Umsatz setzt.

EBIT-MARGE

Auch: EBIT-Umsatzrendite EBIT-Marge ist eine operative Unternehmenkennzahl. Sie berechnet sich aus der Relation des EBIT zum Umsatz. Sie ist als relative Kennzahl prädestiniert um die EBIT-Ertragskraft verschiedener Gesellschaften miteinander zu vergleichen.

EBITDA

Abkürzung für Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization. EBITDA ist eine absolute Ertragskennzahl einer Unternehmung. Sie setzt sich aus dem Jahresüberschuß vor Steuern, dem Zinsergebnis und den Abschreibungen des Unternehmens zusammen. EBITDA ist eine international weitverbreitete und eine der aussagekräftigsten Erfolgskennzahlen um die operative Ertragskraft einer Gesellschaft zu beurteilen. Da international betrachtet die Gesellschaften unter unterschiedlichen Gesetzgebungen bilanzieren, ermöglicht die Kennzahl EBITDA aufbauend auf dem EBITaussagekräftigere Vergleiche der operativen Ertragskraft als man durch den ausgewiesenen Jahresüberschuß erhält. Beispielsweise weisen investitionsfreudige Unternehmen hohe ergebnismindernde Abschreibungen und damit einen geringeren Jahresüberschuß als weniger investitionsfreudige Unternehmen auf. Somit hat Das EBITDA also einen gewissen Bereinigungscharakter. Um das EBITDA sinnvoll für Unternehmensvergleiche zu nutzen, eignet sich die Kennzahl EBIT-Marge.

EBITDA-MARGE

Auch: EBITDA-Umsatzrendite EBITDA-Marge ist eine operative Unternehmenskennzahl. Sie berechnet sich aus der Relation des EBITDA zum Umsatz. Sie ist als relative Kennzahl prädestiniert um die EBITDA-Ertragskraft verschiedener Gesellschaften miteinander zu vergleichen.

Eigenkapital

Mittel, die von den Eigentümern eines Unternehmens zur Finanzierung der Firma aufgebracht oder als erwirtschaftete Gewinne im Unternehmen verbleiben. Das buchmäßige Eigenkapital setzt sich in der Bilanz aus der Differenz zwischen den Aktivposten (Vermögen, Rechnungsabgrenzung, Bilanzierungshilfen) und den Verbindlichkeiten (Rückstellungen und passiven Rechnungsabgrenzungsposten) zusammen.

Eigenkapitalquote

Die Eigenkapitalquote ist der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme in Prozent.

Eigenkapitalrendite

Die Eigenkapitalrendite gibt Aufschluss über die Verzinsung des Eigenkapitals eines Unternehmens. Zur Berechnung wird der Jahresüberschuss durch das eingesetzte Kapital dividiert. Beispiel: Bei einem Eigenkapital von einer Million Euro und einem Jahresüberschuss von 80.000 Euro beträgt die Eigenkapitalrendite acht Prozent.

Eigenkapitalrentabilität

Die Eigenkapitalrentabilität zeigt, wie sich das investierte Eigenkapital eines Unternehmens durch den erwirtschafteten Gewinn verzinst hat.

Einschuß

Sicherheitsleistung, die in Form von Bargeld oder Wertschriften vor der Ausführung eines Auftrags auf dem Marginkonto hinterlegt werden muß.

elektronische Börse

Börse, an der der Handel über ein vollcomputerisiertes System abläuft.

elektronisches Handelssystem

Handelssystem, bei dem die Börsengeschäfte über ein Computersystem abgewickelt werden.

Erfüllungsgarantie

Garantie der Clearing-Stelle, welche für alle an der Börse abgewickelten Transaktionen die Kontrakterfüllung gewährleistet.

Eröffnungsgeschäft

Kauf oder Verkauf von Kontrakten, durch den eine neue Position eingegangen wird.

erster Lieferanzeige-Termin

Frühester Zeitpunkt, an dem der Verkäufer von Futures-Kontrakten den Käufer durch die Clearing-Stelle informieren lassen kann, daß er bei Kontraktfälligkeit die physische Lieferung des Basiswertes beabsichtigt.

europäische Option

Option, die nur zu einem bestimmten Zeitpunkt - in der Regel am Verfalltag - ausgeübt werden kann.

Ex-Pit-Transaktion

Geschäft, welches außerhalb des Börsenrings abgeschlossen, jedoch über das Clearing-System der Börse abgewickelt wird.

F

Fälligkeitsdatum

Zeitpunkt, zu dem die Lieferung eines Basiswertes fällig wird, der einem Futures-Kontrakt zugrunde liegt. Futures-Positionen erreichen selten die Fälligkeit, da sie in den meisten Fällen vorher glattgestellt werden.

Fälligkeitsmonat

Monat, während dem an einem festgelegten Tag die Lieferung des Basiwertes stattfindet.

Fälligkeitszyklus

Von der Börse festgelegte Serie von Kalendermonaten, die als Liefermonate für einen Terminkontrakt in Frage kommen.Der Zyklus dient dazu, den am weitest entfernt liegenden Liefermonat zu bestimmen.

Fill-or-Kill Order

Fill-or-Kill Order werden entweder vollständig ausgeführt oder annulliert.

Financial Future

Eine beide Vertragspartner bindende Verpflichtung über die Lieferung oder Abnahme eines Finanzprodukts bestimmter Qualität und Quantität zu einem vereinbarten Preis und zu einem festgelegten Zeitpunkt. Financial Futures ist ein Sammelbegriff für börsengehandelte, standardisierte Finanzterminkontrakte.

Finanz-Terminkontrakt

Eine beide Vertragspartner bindende Verpflichtung über die Lieferung oder Abnahme eines Finanzprodukts bestimmter Qualität und Quantität zu einem vereinbarten Preis und zu einem festgelegten Zeitpunkt. Financial Futures ist ein Sammelbegriff für börsengehandelte, standardisierte Finanzterminkontrakte.

Finanzierungsschätze

Finanzierungsschätze sind nicht börsennotierte Daueremissionen des Bundes mit einem Mindestanlagebetrag von 1000 Mark. Sie werden mit ein- oder zweijähriger Laufzeit angeboten. Die Zinszahlung erfolgt in der Form der Abzinsung, d. h. die Zinsen werden diskontiert und bereits bei Ausgabe vom Nominalwert der Papiere abgezogen.

fixe Absicherung

Absicherungsstrategie, bei welcher der gesamte Betrag des Basiswertes mit Optionen abgesichert und die Absicherung erst aufgehoben wird, wenn das zugrundeliegende Risiko nicht mehr besteht. Die Absicherungsposition wird während der Dauer der Absicherung nicht verändert.

Floater

Floating-Rate-Notes oder Floater sind variabel verzinste Anleihen, bei denen der Zinssatz in regelmäßigen Abständen - beispielsweise alle sechs Monate - an einen bestimmten Referenzzinssatz angepasst wird. Dieser Referenzzinssatz orientiert sich meist an den kurzfristigen Anlagezinsen, zum Beispiel dem 6-Monats-LIBOR, dem täglich ermittelten Durchschnittszinssatz am Finanzplatz London. Das heißt: Mit Floatern nimmt der Anleger an laufenden Änderungen des jeweiligen Referenzzinses teil. Das ist vor allem dann von Vorteil, wenn der entsprechende Satz während der Laufzeit der Anleihe stark steigt. Dies bedeutet aber auch, dass durch die laufende Anpassung der Verzinsung zum Kaufzeitpunkt gar nicht genau abzusehen ist, welche Rendite die Anleihe bis zur Fälligkeit bringt. Manche Emittenten vereinbaren lediglich einen Mindestzins, begrenzen dann aber oft auch die Verzinsung nach oben mit einem Maximalwert, dem so genannten Cap. Eine Umwandlung von klassischen Floatern sind «Reverse-Floater». Auch bei dieser Anleihe-Form wird der Zins in regelmäßigen Abständen an einen Referenzzins angepasst. Der Unterschied zum Floater: Diese Anpassung geschieht im umgekehrten Verhältnis. Dazu wird ein konstanter Basiszins festgesetzt, von dem der Referenzzins abgezogen wird - zum Beispiel 12 Prozent minus LIBOR. Ergebnis: Je stärker der jeweilige Referenzzins fällt, desto höher ist die Verzinsung der Anleihe

Floor

Vertraglich handelbares Recht auf einen im voraus bestimmten minimalen Zinssatz.

Forward Rate Agreement

Abkommen zwischen zwei Parteien, mit dem sich die eine Partei verpflichtet, der anderen Partei gegen Erhalt einer Prämie zu einem zukünftigen Zeitpunkt, die Differenz zwischen dem festgelegten Zinssatz und dem Marktzinssatz auf einen vereinbarten Betrag zu bezahlen.

Forward-Kontrakt

Vereinbarung zwischen zwei Parteien, eine bestimmte Menge eines gegebenen Gutes zu den zuvor festgelegten Bedingungen zu kaufen bzw. zu verkaufen, wobei Lieferung und Zahlung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Die Bedingungen jedes Kontraktes werden von den einzelnen Parteien selbst festgelegt. Im Unterschied zu den Futures werden Forward-Geschäfte nicht über eine Börse abgewickelt, sondern im OTC-Handel abgeschlossen.

Forward-Markt

Markt, an dem Kauf- und Verkaufsvereinbarungen für Lieferung und Bezahlung an einem in der Zukunft liegenden Datum abgeschlossen werden, wobei alle Einzelheiten der Vereinbarung bereits bei Geschäftsabschluß ausgehandelt werden.

FRA

Abkommen zwischen zwei Parteien, mit dem sich die eine Partei verpflichtet, der anderen Partei gegen Erhalt einer Prämie zu einem zukünftigen Zeitpunkt, die Differenz zwischen dem festgelegten Zinssatz und dem Marktzinssatz auf einen vereinbarten Betrag zu bezahlen.

Future

Vertragliche Vereinbarung, eine standardisierte Menge eines bestimmten Gutes zu einem im voraus festgelegten Kurs zu einem zukünftigen fixen Zeitpunkt zu kaufen bzw. zu verkaufen.

Futures-Kontrakt

Vertragliche Vereinbarung, eine standardisierte Menge eines bestimmten Gutes zu einem im voraus festgelegten Kurs zu einem zukünftigen fixen Zeitpunkt zu kaufen bzw. zu verkaufen.

G

G (Geld)

G (Geld) : Zu diesem Preis gab es Nachfrage nach der Aktie, es lagen aber keine Verkaufsangebote vor.
B (Brief) : Zu diesem Preis wurden Aktien angeboten, es gab keinen Käufer.
b (bezahlt) : Angebot und Nachfrage waren ausgeglichen. Gleichbedeutend mit keinem Kurszusatz.
exD (ohne Dividende) : Erste Notiz nach Abschlag der Dividende.
bB (bezahlt Brief) : Alle Kaufaufträge zu diesem Kurs wurden ausgeführt, es lag aber noch weiteres Angebot vor.
bG (bezahlt Geld) : Alle Verkaufsaufträge zu diesem Kurs wurden ausgeführt, es gab aber noch weitere Nachfrage.
T (Taxkurs) : Ein Preis konnte nicht festgestellt werden und wurde geschätzt.

Gamma

Absolut gesehene Veränderung des Deltas bei einer Preisänderung des zugrundeliegenden Wertes. Gammawerte von gekauften Optionen sind immer positiv, während geschriebene Optionen einen negativen Gammawert aufweisen.

Gamma-Faktor

Absolut gesehene Veränderung des Deltas bei einer Preisänderung des zugrundeliegenden Wertes. Gammawerte von gekauften Optionen sind immer positiv, während geschriebene Optionen einen negativen Gammawert aufweisen.

Gap

Markanter Kurssprung zwischen zwei Börsensessionen. Der neue Börsenkurs ist wesentlich tiefer als der tiefste, bzw. höher als der höchste in der vorhegegangenen Session festgestellte Kurs.

GCM

Börsenmitglied, welches zum Clearing der eigenen Geschäfte sowie der Geschäfte von Börsenteilnehmern ohne Clearing-Lizenz berechtigt ist.

gedeckter Short-Call

Verkauf von Calls, welche durch den Besitz des Basiswertes gedeckt sind.

gedeckter Stillhalter

Schreiber eines Call, der eine Long-Position im Basiswert hält.

gedecktes Schreiben von Calls

Verkauf von Calls, welche durch den Besitz des Basiswertes gedeckt sind.

Gegenparteirisiko

Risiko, welches darin besteht, daß die eine Vertragspartei ihren Verpflichtungen nicht nachkommt und somit der anderen Vertragspartei einen finanziellen Schaden verursacht. An Futures- und Optionenbörsen tritt die Clearing-Stelle als Kontrahent jeder Transaktion auf.

General-Clearing-Mitglied

Börsenmitglied, welches zum Clearing der eigenen Geschäfte sowie der Geschäfte von Börsenteilnehmern ohne Clearing-Lizenz berechtigt ist.

Genussscheine

Wenn Unternehmen am Kapitalmarkt Geld aufnehmen wollen, haben sie neben der Emission von Aktien die Möglichkeit, Genussscheine auszugeben. Diese speziellen Wertpapiere verbriefen ein Vermögensrecht, mit dem der Anleger juristisch gesehen zwischen Gläubiger und Miteigentümer steht. Sie haben also sowohl mit Aktien als auch mit Anleihen einige Merkmale gemeinsam. Genüsse, wie sie an der Börse kurz genannt werden, werden in Deutschland vor allem von Banken und Sparkassen ausgegeben. Nur knapp drei Prozent der rund 600 börsennotierten Genussscheine stammen von Unternehmen des Industrie-, Versicherungs- und Dienstleistungssektors. Mit dem Kauf eines Genussscheins erwirbt der Anleger einen Anspruch auf Teilhabe am geschäftlichen Erfolg des ausgebenden Unternehmens. Er unterscheidet sich auf den ersten Blick also nicht von einem Aktionär. Genussscheininhaber müssen aber auf die üblichen Rechte eines Miteigentümers verzichten. Sie haben zum Beispiel kein Teilnahme- und Stimmrecht auf der jährlich stattfindenden Hauptversammlung. Was Genussscheine mit einer Anleihe verbindet und sie von der Aktie abgrenzt, ist die Tatsache, dass der Anleger zu einem bestimmten Zeitpunkt sein eingezahltes Kapital zurückerhält oder den Schein kündigen kann. Und er hat Anrecht auf regelmäßige Ausschüttungen, deren Höhe konstant, teilweise aber auch variabel sein kann - je nach Ausgestaltung des Scheins. Anders als bei Aktien und Anleihen gibt es für diese Anlageform keine vom Gesetzgeber oder von den Börsen festgelegten Standards. Jedes Detail kann vom Emittenten individuell seinen persönlichen Finanzierungsbedürfnissen angepasst werden. Allgemeingültige Aussagen zu Genussscheinen sind deshalb nicht möglich. (Quelle: «Handbuch Wertpapiere», Stiftung Warentest (Hrsg.), Berlin 2002)

glattgestellt

Bezeichnung für eine Position, die weder long noch short ist.

glattstellen

Eine offene Position durch ein entsprechendes Gegengeschäft aufheben.

Glattstellung

Aufheben einer Position durch Eingehen einer entgegengesetzten Position.

Glattstellungsgeschäft

Transaktion, bei der eine Short- oder Long-Position durch den Kauf oder Verkauf derselben Anzahl Kontrakte mit derselben Fälligkeit glattgestellt wird.

Glattstellungstransaktion

Transaktion, bei der eine Short- oder Long-Position durch den Kauf oder Verkauf derselben Anzahl Kontrakte mit derselben Fälligkeit glattgestellt wird.

Gleitende Durchschnitte

Die einfachsten Trendlinien sind die gleitende Durchschnitte. Die einzelnen Punkte werden durch Bilden des arithmetischen Mittels der letzten Tageskurse in einer bestimmten Periode abgebildet. Abhängig von der Größe des zu betrachtenden Zeitraums, lassen sich demzufolge die verschiedensten gleitenden Durchschnitte bilden. Zu den bedeutendesten arithmetischen Mitteln zählen dabei die 38-, 100- und 200-Tage-Linie für die kurz-, mittel bzw. langfristigen Betrachtungen. Die 200-Tage-Linie (hierfür wird an jedem Tag der Durchschnitt der letzten 200 Tageskurse gebildet) gilt als der wichtigste, weil zuverlässigste, gleitende Durchschnitt. Er zeigt den langfristigen Trend eines Wertpapiers an. Bei den kurzfristigen Durchschnitten ist die Zuverlässigkeit der Trendaussagen wesentlich geringer. Wir würden unseren Anlegern empfehlen, bei der Prüfung eines zeitlich befristeten Engagements in der CCR Aktie die entsprechenden gleitenden Durchschnitte zu verwenden.

Good-for-day Order

Tagesgültige (Good-for-day Order) gelten nur für den laufenden Handelstag, an dem sie aufgegeben werden.

Good-till-canceled Order

Unbefristete (Good-till-canceled Order) bleiben so lange im Orderbuch, bis sie ausgeführt oder manuell annulliert werden, oder nach 90 Tagen gelöscht werden.

good-till-cancelled Auftrag

Aufträge, die solange im System verbleiben, bis sie entweder ausgeführt oder annulliert werden.

good-till-date Auftrag

Auftrag, der nur bis zu einem angegebenen Datum gültig ist.

Good-till-date Order

Datumsbezogene (Good-till-date Order) sind bis zu einem angegebenen Datum gültig.

GTD-Auftrag

Auftrag, der nur bis zu einem angegebenen Datum gültig ist.

günstigst lieferbare Anleihe

Zur Erfüllung eines Zins-Futures lieferbare Anleihe, die kosten-günstiger als alle anderen geliefert werden kann. Die Differenz zwischen dem Rechnungsbetrag und den Kosten der Lieferung der günstigst lieferbaren Anleihe entspricht also dem grösstmöglichen Gewinn, bzw. dem kleinstmöglichen Verlust, verglichen mit der Lieferung anderer Anleihen.

H

Haltekosten

Positive oder negative Netto-Finanzierungskosten des Besitzes des Kontraktgegenstandes, die sich aus den Lagerkosten, Versicherungsprämien und den Zinsen für die Finanzierung des Erwerbs der Waren, abzüglich der Zinserträge und Dividenden (bei Finanzaktiva) zusammensetzen.

Hausse-Spread

Strategie bestehend aus dem gleichzeitigen Kauf und Verkauf von Calls oder Puts, die einen Gewinn abwirft, wenn der Preis des zugrundeliegenden Wertes steigt. Zum Beispiel: Verkauf einer Option mit höherem Ausübungspreis und gleichzeitiger Kauf einer Option desselben Typs mit niedrigerem Ausübungspreis.

Hebelwirkung

Phänomen, welches den Terminmarktteilnehmern ermöglicht, mit geringen Mitteln verhältnismäßig große Positionen im Basiswert einzugehen. Dies bedeutet jedoch auch, daß die prozentuale Veränderung der Gewinne und Verluste auf Terminkontrakten und Optionen größer ist, als die entsprechende Veränderung des Basiswertes.

Hedge

Der Begriff Hedge stammt aus dem Englischen und heißt begrenzen. Ein Hedge-Geschäft ist ein Sicherungsgeschäft zur Verminderung von Verlusten, die durch ungünstige Kurs- oder Preisentwicklungen entstehen können. Als Hedger wird derjenige bezeichnet, der im Kassamarkt eine Position besitzt und sich mit einer entgegen gesetzten Terminposition gegen ungünstige Preis- oder Kursentwicklung absichert.
Die Möglichkeit, sich gegen Risiken abzusichern, ist der eigentliche Entstehungsgrund und die Existenzberechtigung von Terminfinanzinstrumenten wie dem Hedge-Geschäft. Weil mit Optionsscheinen, Optionen und Futures auf fallende Kurse gesetzt werden kann, ist es beispielsweise möglich, ein bestehendes Aktienportfolio gegen Kursverluste abzusichern.

Hedge Fonds

Hedge Fonds sind hochspekulative Fonds, die ihr Fondsvermögen hauptsächlich in Finanzderivaten wie Optionen, Futures oder Termingeschäften anlegen. Durch die Hebelwirkung solcher Anlageinstrumente, die häufig durch Kreditfinanzierung noch verstärkt wird, soll kurzfristig ein überdurchschnittlicher Ertrag erwirtschaftet werden.

Hedge Ratio

Anzahl Kontrakte, die für die Absicherung einer Position notwendig sind.

Hedge-Geschäft

Termingeschäft, das zum Schutz gegen eventuelle Verluste durch Preisänderungen im Waren-, Devisen- und Wertpapierverkehr abgeschlossen wird.

Hedger

Marktteilnehmer, der sich anhand von Futures und Optionen gegen Marktrisiken abzusichern sucht.

historische Volatilität

Volatilität, welche auf den historischen Preisschwankungen basiert.

horizontaler Spread

Optionsstrategie bestehend aus Calls oder Puts mit demselben Ausübungspreis, wobei die Optionen mit näherliegendem Verfall geschrieben und die Optionen mit späterem Verfall gekauft werden.

I

Immediate-or-cancel Auftrag

Bestens- oder limitierter Auftrag, der vollständig oder teilweise ausgeführt werden muß, sobald er auf den Markt kommt, wobei nicht ausgeführte Teile annulliert werden.

Immediate-or-Cancel Order

Immediate-or-Cancel Order werden vollständig oder teilweise ausgeführt, sobald sie auf den Markt kommen, nicht ausgeführte Teile werden gelöscht.

implizite Rendite

Impliziter Finanzierungssatz, der sich aus dem Erwerb eines Kassainstrumentes und seinem Verkauf am Terminmarkt ergibt.

implizite Volatilität

Maß für die erwartete Preisfluktuation des Basiswertes, das aufgrund der aktuellen Marktpreise und nicht aufgrund historischer Daten über die Preisfluktuationen des Basiswertes berechnet wird.

In-the-money-Option

Option, deren Ausübungspreis deutlich über bzw. unter dem Tageskurs des Basiswertes liegt. Ein Call ist im Geld, wenn der Marktwert des Basiswertes höher ist als der Ausübungspreis; ein Put ist im Geld, wenn der Marktwert des Basiswertes niedriger ist als der Ausübungspreis.

Industrieobligationen

Anleihe: Sammelbegriff für verzinsliche Schuldverschreibungen mit fest vereinbarter Laufzeit. Als Emittenten treten sowohl Einrichtungen der öffentlichen Hand (z.B. Bund, Länder und Gemeinden) als auch private Unternehmen (Industrieobligationen, Industrieanleihen) auf. Anleihen sind eine günstige Finanzierungsalternative von Investitionsvorhaben gegenüber einer herkömmlichen Bankfinanzierung. Eine Anleihe verbrieft ein Gläubigerrecht, d.h., lautet auf einen bestimmten Betrag, den der Aussteller des Papiers, der Emittent, dem Anleger schuldet. Dieser Geldbetrag, auch Nennwert oder Nominalwert genannt, kann zum Beispiel auf 100,00 Euro oder auf einen anderen Betrag und/oder eine andere Währung lauten. Er wird dem Anleger zu einem vorher festgelegten Zeitpunkt zurückgezahlt. Die Zeitspanne zwischen dem Verzinsungsbeginn einer Emission und der Rückzahlung (Tilgung) bezeichnet man als Laufzeit des Wertpapiers. Ist ein Teil der Laufzeit bereits abgelaufen, so bezeichnet man den bis zur Tilgung noch verbleibenden Zeitraum als Restlaufzeit. Zu den Anleihen zählen zum Beispiel Pfandbriefe, Industrieobligationen, Kommunalobligationen und öffentliche Anleihen.

Inflation

Inflation bedeutet, dass die Preise innerhalb einer Volkswirtschaft schneller steigen als das Gütervolumen - meist, weil die Geldmenge zu stark aufgebläht wird. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn der Staat seine Notenpresse anwirft und mehr Banknoten in Umlauf bringt, als auf Grund des Wirtschaftswachstums gerechtfertigt ist. Folge: Die Kaufkraft des Geldes sinkt. Die Unternehmen zögern bei hoher Inflation ihre Investitionen hinaus, weil sie nicht wissen, wie sich die Löhne und die Preise für Rohstoffe, beispielsweise für Energie, entwickeln werden. Das normale Wirtschaftsleben gerät mehr und mehr aus dem Gleichgewicht. In solchen Fällen treten die Notenbanken auf die Zinsbremse und dämmen das Geldmengenwachstum ein, wenn die Preissteigerungsraten über den kritischen Wert von 2,0 Prozent klettern. Die Notenbanken können den Hebel allerdings auch zu stark ansetzen - mit der Folge, dass sich die Preisspirale in die andere Richtung dreht. Das heißt, Güter und Dienstleistungen sind für das gleiche, oft sogar aber für weniger Geld zu haben als zum Beispiel vor einem Jahr. Ein nachhaltiger Rückgang des allgemeinen Preisniveaus, von Fachleuten Deflation genannt, hat weit unangenehmere Folgen als eine Inflation. Die Unternehmen können die Preise für ihre Produkte nämlich nicht beliebig nach unten kalkulieren. Schließlich drücken auf der anderen Seite feste Lohn- und Kapitalkosten. Irgendwann wird die Produktion unrentabel. Folge: Arbeitsplätze werden abgebaut, Produktionsanlagen stillgelegt oder ins billigere Ausland verlagert, Löhne - wenn möglich - gekürzt. Die Folge: Vielen Firmen droht das Aus. An Neuinvestitionen ist in dieser Phase auf Grund der schlechten Geschäftsaussichten erst recht nicht zu denken. Fataler Effekt: Höhere Arbeitslosigkeit infolge gedrosselter Produktion, kaum Investitionen und niedrigere Löhne senken die zur Verfügung stehende Kaufkraft der privaten Haushalte weiter. Der Druck auf die Preise hält an, ein Teufelskreis beginnt. Deflation darf übrigens nicht mit zurückgehenden Preissteigerungsraten für einzelne Güter oder auf einzelne Teilmärkten verwechselt werden. Dies bezeichnet man als Desinflation

Initial Margin

Sicherheitsleistung, die in Form von Bargeld oder Wertschriften vor der Ausführung eines Auftrags auf dem Marginkonto hinterlegt werden muß.

Initial-Marge

Sicherheitsleistung, die in Form von Bargeld oder Wertschriften vor der Ausführung eines Auftrags auf dem Marginkonto hinterlegt werden muß.

innerer Wert

Positive Differenz zwischen dem aktuellen Tageskurs des Basiswertes und dem tieferen Ausübungspreis beim Call bzw. dem höheren Ausübungspreis beim Put. Der Wert einer Option setzt sich aus ihrem inneren Wert und ihrem Zeitwert zusammen.

inverse Konversion

Arbitragestrategie, die aus einer Kombination eines Short-Future mit einem synthetischen Long-Future (Long-Call und Short-Put mit demselben Ausübungspreis) besteht.

inverser Markt

Marktsituation, in der die Futures-Kontrakte mit näherliegender Fälligkeit zu höheren Preisen gehandelt werden, als die Kontrakte mit weiter entfernt liegender Fälligkeit. Diese Situation entsteht oft, wenn das Angebot die Nachfrage nur ungenügend befriedigt.

IOC-Auftrag

Bestens- oder limitierter Auftrag, der vollständig oder teilweise ausgeführt werden muß, sobald er auf den Markt kommt, wobei nicht ausgeführte Teile annulliert werden.

K

Kassa-Futures-Arbitrage

Kauf eines Instrumentes auf dem Kassamarkt und gleichzeitiger Verkauf desselben Instrumentes auf dem Terminmarkt.

Kassamarkt

Markt, auf welchem Geschäfte für sofortige Lieferung und Zahlung abgeschlossen werden.

Kaufoption

Optionskontrakt, der seinem Inhaber das Recht einräumt, während einer gewissen Frist oder zu einem fixen Zeitpunkt, eine bestimmte Menge eines bestimmten Gutes zu einem im voraus festgelegten Preis zu kaufen, und den Stillhalter verpflichtet, den Basiswert zu verkaufen, falls der Inhaber sich entschließt, seine Option auszuüben.

Kerzenchart

Diese aus dem asiatischen Raum stammende Chartart ist dem Balkenchart ähnlich. Die untere Begrenzung der Kerze markiert den Eröffnungskurs, die obere den Schlusskurs. Die ober- und unterhalb des Kerzenkörpers angebrachten Linien zeigen den Höchst- bzw. Tiefstkurs an. Wenn der Schlusskurs über dem Eröffnungskurs liegt, wird die Kerze hell dargestellt; im umgekehrten Fall dunkel. Durch diese Farbunterscheidung wirkt ein Kerzenchart transparenter als ein Balkenchart.

KGV

Es ist die gängigste Kennziffer in der Aktienanalyse. Um das KGV zu berechnen wird der Aktienkurs durch den Reingewinn (nach Steuern) je Aktie dividiert. Im Prinzip ist das KGV eine Amortisationsrechnung: Wie viele Jahre braucht das Unternehmen, um durch den Gewinn den Kurs "verdient" zu haben? Als Faustformel gilt dabei: Je niedriger das KGV, desto günstiger ist eine Aktie bewertet. Die KGV-Analyse hat allerdings Schwächen: Was tun, wenn kein Gewinn vorhanden ist? Dann muss das Kurs-Umsatz-Verhältnis oder die Umsatzmultiple herangezogen werden. Schwierig sind auch Vergleiche zwischen unterschiedlichen Branchen. Die Automobilindustrie hat traditionell recht niedrige KGVs, die Softwarebranche dagegen sehr hohe. Richtwert sind hierbei die Gewinnsteigerungen. Wachsen die Überschüsse einer Branche mit etwa 50 Prozent pro Jahr, dann ist auch ein KGV in gleicher Höhe gerechtfertigt. Im Angelsächsischen wird das KGV als Price-Earnings-Ratio ( PER) bezeichnet.

Kommunalobligationen

Anleihe: Sammelbegriff für verzinsliche Schuldverschreibungen mit fest vereinbarter Laufzeit. Als Emittenten treten sowohl Einrichtungen der öffentlichen Hand (z.B. Bund, Länder und Gemeinden) als auch private Unternehmen (Industrieobligationen, Industrieanleihen) auf. Anleihen sind eine günstige Finanzierungsalternative von Investitionsvorhaben gegenüber einer herkömmlichen Bankfinanzierung. Eine Anleihe verbrieft ein Gläubigerrecht, d.h., lautet auf einen bestimmten Betrag, den der Aussteller des Papiers, der Emittent, dem Anleger schuldet. Dieser Geldbetrag, auch Nennwert oder Nominalwert genannt, kann zum Beispiel auf 100,00 Euro oder auf einen anderen Betrag und/oder eine andere Währung lauten. Er wird dem Anleger zu einem vorher festgelegten Zeitpunkt zurückgezahlt. Die Zeitspanne zwischen dem Verzinsungsbeginn einer Emission und der Rückzahlung (Tilgung) bezeichnet man als Laufzeit des Wertpapiers. Ist ein Teil der Laufzeit bereits abgelaufen, so bezeichnet man den bis zur Tilgung noch verbleibenden Zeitraum als Restlaufzeit. Zu den Anleihen zählen zum Beispiel Pfandbriefe, Industrieobligationen, Kommunalobligationen und öffentliche Anleihen.

Kontraktmonat

Monat, während dem an einem festgelegten Tag die Lieferung des Basiwertes stattfindet.

Konversionsarbitrage

Arbitragestrategie, die aus dem Kauf des Basiswertes und eines Put und dem Verkauf eines Call derselben Optionsserie besteht. Bei dieser Strategie werden "teure" Calls verkauft und "billige" Puts gekauft.

Korb lieferbarer Anleihen

Gesamtheit der Anleihen, die am Liefertag bestimmte Bedingungen erfüllen und somit für die Erfüllung eines Zinsfutures in Frage kommen. Die Liste der lieferbaren Anleihen wird von der Börse erstellt.

Kreditrisiko

Risiko, welches darin besteht, daß die eine Vertragspartei ihren Verpflichtungen nicht nachkommt und somit der anderen Vertragspartei einen finanziellen Schaden verursacht. An Futures- und Optionenbörsen tritt die Clearing-Stelle als Kontrahent jeder Transaktion auf.

Kurs-Gewinn-Verhältnis

Es ist die gängigste Kennziffer in der Aktienanalyse. Um das KGV zu berechnen wird der Aktienkurs durch den Reingewinn (nach Steuern) je Aktie dividiert. Im Prinzip ist das KGV eine Amortisationsrechnung: Wie viele Jahre braucht das Unternehmen, um durch den Gewinn den Kurs "verdient" zu haben? Als Faustformel gilt dabei: Je niedriger das KGV, desto günstiger ist eine Aktie bewertet. Die KGV-Analyse hat allerdings Schwächen: Was tun, wenn kein Gewinn vorhanden ist? Dann muss das Kurs-Umsatz-Verhältnis oder die Umsatzmultiple herangezogen werden. Schwierig sind auch Vergleiche zwischen unterschiedlichen Branchen. Die Automobilindustrie hat traditionell recht niedrige KGVs, die Softwarebranche dagegen sehr hohe. Richtwert sind hierbei die Gewinnsteigerungen. Wachsen die Überschüsse einer Branche mit etwa 50 Prozent pro Jahr, dann ist auch ein KGV in gleicher Höhe gerechtfertigt. Im Angelsächsischen wird das KGV als Price-Earnings-Ratio ( PER) bezeichnet.

Kurs-Umsatz-Verhältnis

Das Kurs-Umsatz-Verhältnis ( KUV) ist ein Indikator der fundamentalen Aktienanalyse. Es zeigt den prozentualen Anteil des Aktienkurses am Umsatz an. Das KUV wird berechnet, indem die aktuelle Marktkapitalisierung eines Unternehmen durch die Erlöse der vergangenen zwölf Monate dividiert wird.

KUV

Das Kurs-Umsatz-Verhältnis ( KUV) ist ein Indikator der fundamentalen Aktienanalyse. Es zeigt den prozentualen Anteil des Aktienkurses am Umsatz an. Das KUV wird berechnet, indem die aktuelle Marktkapitalisierung eines Unternehmen durch die Erlöse der vergangenen zwölf Monate dividiert wird.

L

Leerverkauf

Verkauf von Finanzinstrumenten oder Waren, die der Verkäufer nicht in seinem Besitz hat.

Leerverkäufe

Wenn an der Börse ein Aktienkurs ohne fundamentale Gründe dramatisch einbricht, ist oft von «Leerverkäufen» die Rede. Diese Anlageform ist sehr spekulativ. Bei einer solchen Transaktion werden Aktien unter dem aktuellen Kurspreis zu einem exakt festgelegten Termin angeboten. Das Problem dabei ist, dass die Verkäufer die Aktien selbst gar nicht besitzen. Sie müssen sie also irgendwann kaufen, um sie dem Verleiher zurückgeben zu können. Dabei spekulieren sie, dass der Kurs der Aktie noch deutlicher sinkt. Dann kaufen sie selbst die Aktien und streichen dabei noch einen Gewinn ein. Entwickelt sich der Aktienkurs in die andere Richtung, droht den Leerverkäufern ein hoher Verlust. So genannte Hedge Fonds wenden diese Geschäftsart regelmäßig an. Die Wirkung solcher Transaktionen, wenn sie in großem Stile durchgeführt werden, ist, dass in einer Abwärtsbewegung der Börse durch Leerverkäufe der Verkaufsdruck noch erhöht wird. Umgekehrt kann es sein, dass im Falle einer Aufwärtsbewegung dieser Trend noch verstärkt wird, weil die Leerverkäufer auf dem falschen Fuß erwischt werden und sich eindecken müssen. Nach Informationen des Deutschen Aktieninstituts (DAI) haben einige Banken in der letzten Phase der Unsicherheit das Verleihen von Wertpapierbeständen eingestellt und den Hedge Fonds keine Aktien mehr ausgeliehen. So konnten diese dann auch keine Aktien leerverkaufen und damit die Baisse verstärken. Für Privatanleger ist das Leerverkaufen von Aktien wegen des hohen Risikos eigentlich kein Thema. Doch ist es sicher sinnvoll und nützlich, derartige Transaktionen, über die auch immer berichtet wird, zu beobachten und zu beachten. Denn das kann durchaus Hinweise darauf geben, ob ein Markt überverkauft ist - durch Leerverkäufe - oder durch Eindeckungen, erklärt das DAI.

letzter Handelstag

Letzter Börsentag, an welchem eine offene Futures-Position glattgestellt werden kann. An der DTB ist der letzte Handelstag zugleich der Notification Day, d.h. der späteste Zeitpunkt , zu dem der Inhaber einer Short-Position der Clearingstelle anzeigen muß, welche Titel er am Liefertag liefern wird.

Leverage-Effekt

Phänomen, welches den Terminmarktteilnehmern ermöglicht, mit geringen Mitteln verhältnismäßig große Positionen im Basiswert einzugehen. Dies bedeutet jedoch auch, daß die prozentuale Veränderung der Gewinne und Verluste auf Terminkontrakten und Optionen größer ist, als die entsprechende Veränderung des Basiswertes.

Liefermonat

Monat, während dem an einem festgelegten Tag die Lieferung des Basiwertes stattfindet.

Lieferung

Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen aus einer Terminmarktposition.

Limit Order

Limitierte Order, die zum angegebenen Limit oder besser ausgeführt werden.

Linienchart

Der Linienchart ist die einfachste Form der Kursdarstellung. Hier werden die aufeinander folgenden Schlusskurse durch eine Linie verbunden. Bei dieser Chartdarstellung ist der Haupttrend am leichtesten zu erkennen

Local

Börsenhändler, der ausschließlich Geschäfte für eigene Rechnung tätigt. NB: Die einzelnen Kategorien der Marktteilnehmer werden von den verschiedenen Börsen unterschiedlich benannt.

long

Bezeichnung für eine Kaufposition, die noch nicht durch eine entgegengesetzte Position glattgestellt worden ist .

Long-Call

Position, die sich aus dem Kauf eines Call ergibt und dem Käufer das Recht einräumt, den Basiswert zum festgelegten Preis zu kaufen.

Long-Hedge

Eingehen einer Long-Position auf dem Terminmarkt zur Absicherung einer Short-Position auf dem Kassamarkt.

Long-Put

Position, die sich aus dem Kauf eines Put ergibt, und dem Käufer das Recht einräumt, den Basiswert zum festgelegten Preis zu verkaufen.

M

Maintenance Margin

Mindestbetrag auf dem Margenkonto, der während der Laufzeit einer Position nie unterschritten werden darf.

Marge

Sicherheitsleistung, die für das Halten einer Short Position in Optionen oder einer Futures-Position hinterlegt werden muß, um einen bei unvorteilhaften Kursbewegungen entstehenden Verlust zu decken.

Margin

Sicherheitsleistung, die für das Halten einer Short Position in Optionen oder einer Futures-Position hinterlegt werden muß, um einen bei unvorteilhaften Kursbewegungen entstehenden Verlust zu decken.

Margin Call

Aufforderung an einen Börsenteilnehmer, dessen Margenkontostand unter die Maintenance Margin gesunken ist, den Fehlbetrag nachzuschießen.

Mark-to-market

Tägliche Bewertung offener Positionen zur Feststellung von Gewinnen und Verlusten aufgrund der Kursentwicklung von Kontrakten.

Market Maker

Ein von der Clearingstelle speziell befugter Marktteilnehmer, der verpflichtet ist, jederzeit auf Anfrage verbindliche Kauf- und Verkaufskurse für die ihm zugeordneten Kontrakte zu stellen.

Market Order

Unlimitierte Kauf- und Verkauforder, die zum nächsten erhältlichen Preis nach Eingabe in das Handelssystem ausgeführt werden.

market-if-touched Auftrag

Auftrag, bei welchem ein bestimmter Preis festgelegt wird, bei dessen Erreichen der Auftrag ausgeführt werden muß.

Moderne Portfolio-Theorie

Theorie, die besagt, daß die optimale Zusammensetzung eines Portfolios dann erreicht ist, wenn die höchstmögliche Rendite beim höchstmöglichen Risikograd, der für einen bestimmten Anleger angemessen erscheint, erzielt wird. Die MPT wurde 1952 vom Amerikaner H.M. Markowitz begründet.

Moving Averages

A Moving Average is an indicator that shows the average value of a security's price over a period of time. When calculating a moving average, a mathematical analysis of the security's average value over a predetermined time period is made. As the security's price changes, its average price moves up or down. The most popular method of interpreting a moving average is to compare the relationship between a moving average of the security's price with the security's price itself. A buy signal is generated when the security's price rises above its moving average and a sell signal is generated when the security's price falls below its moving average. The most popular moving average is the 200-day moving average. This moving average has an excellent track record in timing the major (long-term) market cycles. We would like to suggest to our investors to consider using the appropriate moving average in accordance to the period of investment in CCR's stocks they are aiming at.

N

Netto-Position

Gesamtposition eines Marktteilnehmers, die sich aus der Aufrechnung der Kaufpositionen gegen die Verkaufspositionen in einem Kontrakt ergibt.

New Highs-Lows cumulative (NH-NL)

Dieser Langzeitindikator beschreibt die Differenz zwischen der Anzahl der Aktien die ein 52Wochen-Hoch erreicht haben und die Anzahl der Aktien die ein 52Wochen-Tief erreicht haben. Mittels dieses Indikators soll eine Bestätigung des derzeitigen Markttrends anhand eines Charts erfolgen. In der meisten Zeit verläuft dieser Indikator wie der Gesamtmarkt. Weicht er allerdings hiervon stark ab, so ist von einer Umkehrung des Marktes auszugehen. Starke Abweichungen dieses Indikators vom Trend während eines Bullen-Marktes zeigen potentielle Schwäche. Weicht der Indikator hingegen bei einem fallenden Markt vom Trend ab, so zeigt der Markt relative Stärke.

normaler Markt

Marktsituation, in der die Preise für weiter entfernte Kontraktfälligkeiten höher sind als für näherliegende Kontraktfälligkeiten.

Notification Day

Spätester Zeitpunkt, an dem der Verkäufer von Futures-Kontrakten den Käufer durch die Clearing-Stelle über die Eigenschaften des von ihm bei Kontraktfälligkeit gelieferten Basiswertes und den Lieferzeitpunkt benachrichtigen kann.

O

offene Position

Position, die durch den Kauf bzw. Verkauf eines Kontraktes eingegangen und noch nicht durch eine entgegengesetzte Position glattgestellt wurde.

öffentliche Anleihen

Anleihe: Sammelbegriff für verzinsliche Schuldverschreibungen mit fest vereinbarter Laufzeit. Als Emittenten treten sowohl Einrichtungen der öffentlichen Hand (z.B. Bund, Länder und Gemeinden) als auch private Unternehmen (Industrieobligationen, Industrieanleihen) auf. Anleihen sind eine günstige Finanzierungsalternative von Investitionsvorhaben gegenüber einer herkömmlichen Bankfinanzierung. Eine Anleihe verbrieft ein Gläubigerrecht, d.h., lautet auf einen bestimmten Betrag, den der Aussteller des Papiers, der Emittent, dem Anleger schuldet. Dieser Geldbetrag, auch Nennwert oder Nominalwert genannt, kann zum Beispiel auf 100,00 Euro oder auf einen anderen Betrag und/oder eine andere Währung lauten. Er wird dem Anleger zu einem vorher festgelegten Zeitpunkt zurückgezahlt. Die Zeitspanne zwischen dem Verzinsungsbeginn einer Emission und der Rückzahlung (Tilgung) bezeichnet man als Laufzeit des Wertpapiers. Ist ein Teil der Laufzeit bereits abgelaufen, so bezeichnet man den bis zur Tilgung noch verbleibenden Zeitraum als Restlaufzeit. Zu den Anleihen zählen zum Beispiel Pfandbriefe, Industrieobligationen, Kommunalobligationen und öffentliche Anleihen.

Open Interest

Anzahl der nach einer Börsensitzung nicht glattgestellten Kontrakte.

Opening Trade

Kauf oder Verkauf von Kontrakten, durch den eine neue Position eingegangen wird.

Option

Vereinbarung, welche einem Vertragspartner das einseitige Recht einräumt, eine im voraus bestimmte Menge einer Ware oder eines Wertes zu einem bestimmten Preis innerhalb eines definierten Zeitraumes zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put).

Option am Geld

Option, deren Basispreis dem augenblicklichen Kassapreis des Basiswertes entspricht.

Option aus dem Geld

Option, bei welcher der Ausübungspreis deutlich über bzw. deutlich unter dem Kurs des Basiswertes liegt. Ein Call ist aus dem Geld, wenn der Marktwert des Basiswertes niedriger ist als der Ausübungspreis; ein Put ist aus dem Geld, wenn der Marktwert des Basiswertes höher ist als der Ausübungspreis.

Option im Geld

Option, deren Ausübungspreis deutlich über bzw. unter dem Tageskurs des Basiswertes liegt. Ein Call ist im Geld, wenn der Marktwert des Basiswertes höher ist als der Ausübungspreis; ein Put ist im Geld, wenn der Marktwert des Basiswertes niedriger ist als der Ausübungspreis.

Optionsinhaber

Anleger mit einer Long-Position in Optionen, aus der das Recht -nicht aber die Verpflichtung - resultiert, den Basiswert zum Ausübungspreis zu kaufen oder zu verkaufen.

Optionskäufer

Marktteilnehmer, der Optionskontrakte kauft.

Optionsklasse

Alle Optionen desselben Typs mit gleichem Basiswert.

Optionsprämie

Preis, den der Optionskäufer dem Stillhalter für das Recht bezahlt, den Basiswert zu kaufen (Call) bzw. zu verkaufen (Put).

Optionspreis

Preis, den der Optionskäufer dem Stillhalter für das Recht bezahlt, den Basiswert zu kaufen (Call) bzw. zu verkaufen (Put).

Optionspreismodell

Mathematisches Modell zur Berechnung des theoretischen Optionspreises und der impliziten Volatilität einer Option. Zu den wohl bekanntesten Modellen zählen das Black&Scholes und das Cox, Ross und Rubinstein Optionspreismodell.

Optionsserie

Gesamtheit aller Optionen des gleichen Typs (Puts oder Calls) mit demselben Basiswert, Basispreis und Verfalldatum.

Optionstyp

Die Optionen werden in zwei Typen aufgeteilt: Calls und Puts

OTC Option

Nicht standardisierter Optionskontrakt, dessen Einzelheiten von den beiden Parteien im gegenseitigen Einverständnis festgelegt werden und der nicht an einer Börse gehandelt wird.

OTC-Markt

Außerbörslicher Markt für Wertpapiere, der über Telekommunikationssysteme zwischen den Händlern direkt stattfindet.

Out-of-the-money-Option

Option, bei welcher der Ausübungspreis deutlich über bzw. deutlich unter dem Kurs des Basiswertes liegt. Ein Call ist aus dem Geld, wenn der Marktwert des Basiswertes niedriger ist als der Ausübungspreis; ein Put ist aus dem Geld, wenn der Marktwert des Basiswertes höher ist als der Ausübungspreis.

P

Parketthandel

Handelsmethode an einer Börse, wobei die Parketthändler sich ihre Angebote und Nachfragen zurufen oder durch Handzeichen zu verstehen geben.

PER

Es ist die gängigste Kennziffer in der Aktienanalyse. Um das KGV zu berechnen wird der Aktienkurs durch den Reingewinn (nach Steuern) je Aktie dividiert. Im Prinzip ist das KGV eine Amortisationsrechnung: Wie viele Jahre braucht das Unternehmen, um durch den Gewinn den Kurs "verdient" zu haben? Als Faustformel gilt dabei: Je niedriger das KGV, desto günstiger ist eine Aktie bewertet. Die KGV-Analyse hat allerdings Schwächen: Was tun, wenn kein Gewinn vorhanden ist? Dann muss das Kurs-Umsatz-Verhältnis oder die Umsatzmultiple herangezogen werden. Schwierig sind auch Vergleiche zwischen unterschiedlichen Branchen. Die Automobilindustrie hat traditionell recht niedrige KGVs, die Softwarebranche dagegen sehr hohe. Richtwert sind hierbei die Gewinnsteigerungen. Wachsen die Überschüsse einer Branche mit etwa 50 Prozent pro Jahr, dann ist auch ein KGV in gleicher Höhe gerechtfertigt. Im Angelsächsischen wird das KGV als Price-Earnings-Ratio ( PER) bezeichnet.

perfekte Absicherung

Absicherung, bei welcher sich der Gewinn bzw. Verlust auf der Kassaposition und der Gewinn bzw. Verlust auf der Absicherungsposition gegenseitig aufheben.

Pfandbriefe

Anleihe: Sammelbegriff für verzinsliche Schuldverschreibungen mit fest vereinbarter Laufzeit. Als Emittenten treten sowohl Einrichtungen der öffentlichen Hand (z.B. Bund, Länder und Gemeinden) als auch private Unternehmen (Industrieobligationen, Industrieanleihen) auf. Anleihen sind eine günstige Finanzierungsalternative von Investitionsvorhaben gegenüber einer herkömmlichen Bankfinanzierung. Eine Anleihe verbrieft ein Gläubigerrecht, d.h., lautet auf einen bestimmten Betrag, den der Aussteller des Papiers, der Emittent, dem Anleger schuldet. Dieser Geldbetrag, auch Nennwert oder Nominalwert genannt, kann zum Beispiel auf 100,00 Euro oder auf einen anderen Betrag und/oder eine andere Währung lauten. Er wird dem Anleger zu einem vorher festgelegten Zeitpunkt zurückgezahlt. Die Zeitspanne zwischen dem Verzinsungsbeginn einer Emission und der Rückzahlung (Tilgung) bezeichnet man als Laufzeit des Wertpapiers. Ist ein Teil der Laufzeit bereits abgelaufen, so bezeichnet man den bis zur Tilgung noch verbleibenden Zeitraum als Restlaufzeit. Zu den Anleihen zählen zum Beispiel Pfandbriefe, Industrieobligationen, Kommunalobligationen und öffentliche Anleihen.

physische Lieferung

Lieferung des effektiven Basiswertes zur Erfüllung eines Terminkontraktes. Kontrakte, die sich nicht auf lieferbare Waren oder Finanzinstrumente beziehen, werden bei Fälligkeit bar ausgeglichen.

Pit

Aus dem angelsächsischen Sprachraum stammende Bezeichnung für die meist achteckigen, stufenweise in den Boden des Börsensaals eingelassenen und dem Handel eines bestimmten Instrumentes gewidmeten Handelsbereiche. Im deutschsprachigen Raum sind ansteller der Pits eher die Börsenringe bekannt.

Point & Figure Chart

Bei dieser Chartart werden steigende Kurse durch ein "X" und fallende Kurse durch ein "O" dargestellt. Ein neues gleiches Symbol wird erst dann hinzugefügt, wenn der Kurs um einen vorher festgelegten Prozentsatz gestiegen / gefallen ist. Auch für den Beginn einer neuen Spalte mit dem entgegengesetzten Symbol (Trendumkehr) wird ein Grenzwert festgelegt. Je nachdem welche Grenzwerte gewählt wurden, bleiben kleinere kurzfristige Kursschwankungen unberücksichtigt - daher können längerfristige Trends besser erkannt werden. Weil P&F-Charts gegenüber allen anderen Chartdarstellungen keine Zeitachse haben, bleibt das Gesamtbild auch bei längeren Seitwärtstrends unverändert

Portfolioimmunisierung

Portfolio-Strategie, welche darauf abzielt, die Rendite eines Anleihen-Portfolios gegen Verluste aus Zinsänderungen zu schützen.

Portfolioversicherung

Strategie, die darauf abzielt, eine minimale Portfolio-Rendite sicherzustellen, während gleichzeitig die Möglichkeit beibehalten wird, von einer höheren Marktrendite zu profitieren.

Position

Stand der Verpflichtungen eines Marktteilnehmers in bezug auf ein bestimmtes Finanzinstrument. Es kann sich um eine Long-Position oder um eine Short-Position handeln.

Position Trading

Tradingstrategie, bei der offene Positionen über längere Zeit, in der Regel mindestens sechs Monate bis ein Jahr, gehalten werden.

Positionslimit

Maximale Anzahl von Kontrakten auf denselben Basiswert, die eine Einzelperson oder eine Gruppe von Personen zu einem bestimmten Zeitpunkt halten kann.

Prämie

Preis, den der Optionskäufer dem Stillhalter für das Recht bezahlt, den Basiswert zu kaufen (Call) bzw. zu verkaufen (Put).

Prämie

Im Börsenhandel: Unterschied zwischen dem Nennwert und dem höheren Kurswert eines Wertpapiers, ausgedrückt in % des Nennwerts. Im Devisenhandel: Differenz zwischen dem Kassakurs und dem höheren Terminkurs.

Price-Earnings-Ratio

Es ist die gängigste Kennziffer in der Aktienanalyse. Um das KGV zu berechnen wird der Aktienkurs durch den Reingewinn (nach Steuern) je Aktie dividiert. Im Prinzip ist das KGV eine Amortisationsrechnung: Wie viele Jahre braucht das Unternehmen, um durch den Gewinn den Kurs "verdient" zu haben? Als Faustformel gilt dabei: Je niedriger das KGV, desto günstiger ist eine Aktie bewertet. Die KGV-Analyse hat allerdings Schwächen: Was tun, wenn kein Gewinn vorhanden ist? Dann muss das Kurs-Umsatz-Verhältnis oder die Umsatzmultiple herangezogen werden. Schwierig sind auch Vergleiche zwischen unterschiedlichen Branchen. Die Automobilindustrie hat traditionell recht niedrige KGVs, die Softwarebranche dagegen sehr hohe. Richtwert sind hierbei die Gewinnsteigerungen. Wachsen die Überschüsse einer Branche mit etwa 50 Prozent pro Jahr, dann ist auch ein KGV in gleicher Höhe gerechtfertigt. Im Angelsächsischen wird das KGV als Price-Earnings-Ratio ( PER) bezeichnet.

Program-Trading

Computergestützte Index-Arbitrage, bei welcher der Trader eine kurzfristige Rendite aus Preisunterschieden zwischen einem Aktienkorb bzw. Index und den auf diesen Index gehandelten Futures-Kontrakten zu erzielen sucht.

Put

Optionskontrakt, der seinem Inhaber das Recht einräumt, eine bestimmte Menge des Basiswertes zu einem bestimmten Preis zu bzw. bis zu einem festgelegten Zeitpunkt zu verkaufen, und den Stillhalter verpflichtet, den Basiswert entgegenzunehmen, falls der Inhaber sich zur Ausübung seiner Option entschließt.

R

Rechnungsbetrag

Der vom Käufer eines Zins-Terminkontraktes an den Verkäufer zu zahlende Betrag, berechnet aus dem offiziellen Schlußabrechnungspreis multipliziert mit einem von der Börse für die jeweilig gelieferte Anleihe ermittelten Preisfaktor, zuzüglich der Stückzinsen.

Relative Gewinne/Verluste

Bei den relativen Gewinnen/Verlusten werden nicht die absoluten Höchst- oder Tiefststände zur Berechnung der Gewinner/Verlierer herangezogen, sondern die relativen Höchst- und Tiefststände. Relativ daher, da die Kurse immer im Vergleich zum Gesamtmarkt (Index, in dem die Aktie vertreten ist) gesehen werden. Beispiel: Ist Daimler-Chrysler auf 52-Wochen-Sicht um 12% gefallen, der Dax hingegen um 20%, so ist Daimler-Chrysler relativ um 8% gestiegen. Mit diesem Tool haben Anleger die Möglichkeit, die Kursentwicklung einer Aktie im Verhältnis zum Gesamtmarkt zu betrachten.

Report

Im Börsenhandel: Unterschied zwischen dem Nennwert und dem höheren Kurswert eines Wertpapiers, ausgedrückt in % des Nennwerts. Im Devisenhandel: Differenz zwischen dem Kassakurs und dem höheren Terminkurs.

Report

Marktsituation, in der die Preise für weiter entfernte Kontraktfälligkeiten höher sind als für näherliegende Kontraktfälligkeiten.

Reverse Split

Der Reverse Split ist der umgekehrte Prozess eine Aktiensplitts. Mehrere Papiere einer börsennotierten Gesellschaft werden zu einer Aktie zusammengefasst. Damit erscheint die Aktie optisch teurer. Gerade nach einem starken Kursverfall oder Kapitalmaßnahmen im Zuge von Abspaltungen erwägen Gesellschaften diesen Schritt. Die Vorteile des Aktiensplitts, wie höhere Liquidität und damit bessere Handelbarkeit, werden für einen optisch höheren Kurs aufgegeben.

REX

Abk.für: Deutscher Rentenindex. Er wird von der Deutschen Börse ermittelt und gibt den gewichteten Durchschnittskurs von 30 idealtypischen deutschen Anleihen wieder. Der REX wird sowohl als Kurs-Index als auch als Performance-Index ermittelt.

Risikomanagement

Maßnahmen zur Kontrolle des Risikos auf einer Position durch den Einsatz von Financial Futures und Optionen.

Routine-Swap

Austausch der Zinssätze für unterschiedlich verzinsliche Mittelaufnahmen.

Rumpfgeschäftsjahr

Ein Rumpfgeschäftsjahr ist ein verkürztes Geschäftsjahr, das bei einer Verschiebung des Geschäftsjahresendes entsteht. Das Rumpfgeschäftsjahr deckt den Zeitraum zwischen dem Ende des letzten Geschäftsjahres nach altem Rhythmus und dem Anfang des ersten Geschäftsjahres nach neuem Rhythmus ab. Beispiel: Die RWE AG hat ihr Geschäftsjahr umgestellt. Nach einem Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis 31. Dez. 2000 stimmt das Geschäftsjahr der Holding nun mit dem Kalenderjahr überein.

S

Scalper

Spekulanten, welche die kleinsten Kursbewegungen nutzen, um Gewinne zu erzielen, und ihre offenen Positionen innert kürzester Zeit, meistens innerhalb derselben Börsensitzung, glattstellen.

Scalping

Trading-Methode, bei welcher Positionen für eine sehr kurze Zeit eingegangen werden, wobei der Trader versucht, von sehr kleinen Kursdifferenzen zu profitieren.

Schlußabrechnungspreis

Am letzten Handelstag eines Kontraktes festgestellter, offizieller Abrechnungspreis.

selektive Absicherung

Absicherungsstrategie, die sich auf die Markterwartung des Marktteilnehmers stützt, der in bestimmten Fällen nur einen Teil seiner Position absichert.

short

Verkaufsposition, die noch nicht durch den Kauf einer entgegengesetzten Position glattgestellt worden ist.

Short-Call

Position, die sich aus dem Verkauf eines Call ergibt, und den Käufer verpflichtet, den Basiswert im Falle einer Ausübung der Option zum festgesetzten Preis zu verkaufen.

Short-Hedge

Eingehen einer Short-Position auf dem Terminmarkt zur Absicherung einer Long-Position auf dem Kassamarkt.

Short-Position

Position, die sich aus dem Verkauf eines Optionskontraktes ergibt.

Short-Put

Position, die sich aus dem Verkauf eines Put ergibt, und den Käufer verpflichtet, den Basiswert im Falle einer Ausübung der Option zum festgesetzten Preis zu kaufen.

Sicherheitsleistung

Sicherheitsleistung, die für das Halten einer Short Position in Optionen oder einer Futures-Position hinterlegt werden muß, um einen bei unvorteilhaften Kursbewegungen entstehenden Verlust zu decken.

Spekulant

Marktteilnehmer, der seine Tätigkeit darauf ausrichtet, aus einem für die Zukunft erwarteten Preisunterschied Nutzen zu ziehen. Die Spekulanten gehen in der Regel ziemlich hohe Risiken ein und tragen durch ihre Tätigkeit zur Marktliquidität bei.

Spekulation

Tätigkeit, die darauf ausgerichtet ist, aus einer erwarteten Marktveränderung Nutzen zu ziehen, wobei meistens ein verhältnismäßig hohes Risiko eingegangen wird.

Spread

Gleichzeitiger Kauf und Verkauf von Optionen des gleichen Typs und der gleichen Klasse jedoch mit verschiedenen Basispreisen und/oder Verfalldaten.

Spread-Auftrag

Auftrag für den gleichzeitigen Kauf und Verkauf von Optionen derselben Klasse unter Angabe der einzuhaltenden Preisdifferenz zwischen der gekauften und der verkauften Position.

Stillhalter

Verkäufer eines Optionskontraktes, der die Verpflichtung eingeht, den Basiswert zu kaufen bzw. zu verkaufen, falls der Optionskäufer sich entschließt, seine Option auszuüben.

Stillhalteroption

Aktienoption, die durch Hinterlegung und Verpfändung einer entsprechenden Anzahl verschriebener Titel durch den Stillhalter abgesichert ist.

Stop-Limit Order

Stop-Market Order Auftrag zum Kauf oder Verkauf, sobald ein bestimmter Kurs erreicht ist. Stop-Limit Order Wie oben, nur das die Ausführung mit einem Limit versehen ist. Der Vorteil von Stop - Order oder Stop-Limit Order liegt darin, dass der Investor nicht laufend den Markt und die Performance der jeweiligen Aktien überwachen muss.

Stop-Loss-Aufträge

Vorsichtige Anleger schützen sich vor einem unerwarteten Börsencrash, indem sie ihrer Bank eine Stop-Loss-Order erteilen. Dann werden die Aktien automatisch verkauft, sobald die Börsenkurse unter den vom Anleger genannten Wert fallen. Allerdings braucht man etwas Fingerspitzengefühl, um die Stop-Marke richtig zu platzieren. Wird sie zu knapp unter den letzten Höchstkurs gesetzt, fliegt die Aktie schon bei vorübergehenden Kursschwankungen aus dem Depot, und der Anleger geht beim nachfolgenden Kursaufschwung leer aus. Als Faustregel gilt: Bei DAX-Werten sollten die Aktien mit einer Stop-Marke von zehn Prozent unter dem aktuellen Kurs abgesichert werden. Bei Nebenwerten und Werten des Neuen Marktes ist eine Spanne von 20 Prozent besser. Außerdem ist es ratsam, keine runden Kurse, sondern krumme Werte als Limit zu wählen. Denn wenn viele Stop-Loss-Aufträge auf gleichem Niveau liegen, löst die Überschreitung des Limits eine Flut von Verkäufen aus, und der Aktienkurs bricht dramatisch ein. Auf dem Parkett werden Stop-Loss-Aufträge nach Erreichen des Limits automatisch «bestens» ausgeführt. Verkauft wird also zum nächstmöglichen Verkaufspreis. Das gilt aber nicht für den Xetra-Handel. Sinkt der Kurs hier unter die Stop-Marke, wird der Auftrag als nicht ausführbar gelöscht. Deshalb sollte man Stop-Orders im Xetra immer kontrollieren.

Stop-Market Order

Stop-Market Order Auftrag zum Kauf oder Verkauf, sobald ein bestimmter Kurs erreicht ist. Stop-Limit Order Wie oben, nur das die Ausführung mit einem Limit versehen ist. Der Vorteil von Stop - Order oder Stop-Limit Order liegt darin, dass der Investor nicht laufend den Markt und die Performance der jeweiligen Aktien überwachen muss.

Straddle

Strategie, bei der dieselbe Anzahl Puts und Calls auf den gleichen Basiswert und mit demselben Ausübungspreis und demselben Verfalldatum gekauft oder verkauft wird.

Strangle

Tradingstrategie, bei der dieselbe Anzahl Puts und Calls auf denselben Basiswert und mit demselben Verfalldatum gekauft oder verkauft werden, wobei der Ausübungspreis des Call höher ist als derjenige des Put.

Strap

Optionsstrategie bestehend aus zwei Calls und einem Put auf den gleichen Basiswert und mit identischem Ausübungspreis und Verfalldatum.

Strip

Optionsstrategie bestehend aus zwei Puts und einem Call auf den gleichen Basiswert und mit identischem Ausübungspreis und Verfalldatum.

Swap

Gegenseitige Nutzung von relativen Finanzierungskosten durch zwei Vertragspartner.

synthetisch

Bezeichnung für eine Position, welche sich aus einer Kombination von Optionen und/oder Futures ergibt, und das gleiche Gewinn-/Verlustprofil aufweist, wie das nachvollzogene Instrument. Synthetische Futures-Positionen können aus einer Kombination von Calls und Puts konstruiert werden, synthetische Optionen aus einer Kombination von Optionen und Futures.

T

T (Taxkurs)

G (Geld) : Zu diesem Preis gab es Nachfrage nach der Aktie, es lagen aber keine Verkaufsangebote vor.
B (Brief) : Zu diesem Preis wurden Aktien angeboten, es gab keinen Käufer.
b (bezahlt) : Angebot und Nachfrage waren ausgeglichen. Gleichbedeutend mit keinem Kurszusatz.
exD (ohne Dividende) : Erste Notiz nach Abschlag der Dividende.
bB (bezahlt Brief) : Alle Kaufaufträge zu diesem Kurs wurden ausgeführt, es lag aber noch weiteres Angebot vor.
bG (bezahlt Geld) : Alle Verkaufsaufträge zu diesem Kurs wurden ausgeführt, es gab aber noch weitere Nachfrage.
T (Taxkurs) : Ein Preis konnte nicht festgestellt werden und wurde geschätzt.

Tagesendbewertungskurs

Von der Börse am Ende jedes Handelstages aufgrund der während der letzten Handelsminuten gezahlten Preise festgelegter Kurs, der zur Ermittlung der Wertveränderung der offenen Positionen gegenüber dem Börsenvortag dient.

Tagesendwert

Von der Börse am Ende jedes Handelstages aufgrund der während der letzten Handelsminuten gezahlten Preise festgelegter Kurs, der zur Ermittlung der Wertveränderung der offenen Positionen gegenüber dem Börsenvortag dient.

Tagesgeschäft

Position, die noch am Eröffnungstag wieder glattgestellt wird.

Tagesgültige Order

Tagesgültige (Good-for-day Order) gelten nur für den laufenden Handelstag, an dem sie aufgegeben werden.

tägliche Abrechnung

Jede offene Position wird aufgrund des Tagesendbewertungskurses täglich neu bewertet, woraus sich der potentielle Gewinn bzw. Verlust und die nachzuschiessende bzw. gutzuschreibende Marge ergibt.

tägliche Kurschwankungslimite

Von der Börse im Verlauf einer Sitzung maximal zugelassene Kurschwankung eines Kontraktes gegenüber dem Tagesendbewertungskurs des Börsenvortages.

tägliche Neubewertung

Jede offene Position wird aufgrund des Tagesendbewertungskurses täglich neu bewertet, woraus sich der potentielle Gewinn bzw. Verlust und die nachzuschiessende bzw. gutzuschreibende Marge ergibt.

täglicher Abrechnungspreis

Von der Börse am Ende jedes Handelstages aufgrund der während der letzten Handelsminuten gezahlten Preise festgelegter Kurs, der zur Ermittlung der Wertveränderung der offenen Positionen gegenüber dem Börsenvortag dient.

tägliches Kurschwankungslimit

Von der Börse im Verlauf einer Sitzung maximal zugelassene Kurschwankung eines Kontraktes gegenüber dem Tagesendbewertungskurs des Börsenvortages.

Terminbörse

Als Gegenstück zum Kassamarkt, Markt, auf dem standardisierte Kontrakte für Erfüllung zu einem späteren Zeitpunkt gehandelt werden.

Terminkontrakt

Vertragliche Vereinbarung, eine standardisierte Menge eines bestimmten Gutes zu einem im voraus festgelegten Kurs zu einem zukünftigen fixen Zeitpunkt zu kaufen bzw. zu verkaufen.

Terminmarkt

Als Gegenstück zum Kassamarkt, Markt, auf dem standardisierte Kontrakte für Erfüllung zu einem späteren Zeitpunkt gehandelt werden.

theoretischer Preis

Der nach einem mathematischen Optionspreismodell bestimmte Wert einer Option, bei dem sowohl der Käufer als auch der Stillhalter nach Berücksichtigung des Risiko-Faktors die Gewinnschwelle erreichen.

THS-Transaktion

MATIF-spezifische Bezeichnung für Abschlüsse in Matif-Kontrakten, die außerhalb der offiziellen Börsenzeit getätigt, jedoch über die Clearingstelle abgerechnet werden.

Ticker

Teil des Handelsbildschirms, in welchem die aktuellen Preise der vom Händler ausgesuchten Instrumente angezeigt werden.

Time-Spread

Optionsstrategie bestehend aus Calls oder Puts mit demselben Ausübungspreis, wobei die Optionen mit näherliegendem Verfall geschrieben und die Optionen mit späterem Verfall gekauft werden.

U

Umlaufrendite

Die durchschnittliche Rendite eines festverzinslichen Wertpapiers im Verhältnis zur Restlaufzeit wird als Umlaufrendite bezeichnet

Unbefristete Order

Unbefristete (Good-till-canceled Order) bleiben so lange im Orderbuch, bis sie ausgeführt oder manuell annulliert werden, oder nach 90 Tagen gelöscht werden.

ungedeckte Position

Long- oder Short-Position, die nicht durch eine entgegengesetzte Position gleichen Umfangs abgesichert ist.

unter pari

Qualifizierung eines Wertpapiers, dessen Kurswert unter dem Nennwert liegt.

V

Variation Margin

Veränderung der Marge aufgrund der wertmäßigen Veränderung einer Position von einem Handelstag auf den anderen.

Variation-Marge

Veränderung der Marge aufgrund der wertmäßigen Veränderung einer Position von einem Handelstag auf den anderen.

Vega

Maß für die Preisempfindlichkeit einer Option auf eine Veränderung oder Unterbewertung der Volatilität.

Verfall

Zeitpunkt, zu dem eine Option ausläuft.

Verfalldatum

Datum, nach dem eine Option nicht mehr ausgeübt werden kann. Dies ist auch das Datum, an dem eine Short-Position zur Ausübung ausgelost wird.

Verfallmonat

Monat, in dem eine Optionsserie verfällt.

Verfallzyklus

Serie von vier Kalendermonaten, die als Verfallmonate für Optionen in Frage kommen können. Der Verfallzyklus der DTB-Aktienoptionen setzt sich aus den vier Quartalsmonaten März, Juni, September und Dezember zusammen.

Verkaufsoption

Optionskontrakt, der seinem Inhaber das Recht einräumt, eine bestimmte Menge des Basiswertes zu einem bestimmten Preis zu bzw. bis zu einem festgelegten Zeitpunkt zu verkaufen, und den Stillhalter verpflichtet, den Basiswert entgegenzunehmen, falls der Inhaber sich zur Ausübung seiner Option entschließt.

vertikaler Spread

Spreadstrategie, bei der die Optionen dasselbe Verfalldatum, jedoch unterschiedliche Basispreise aufweisen.

Volatilität

Maß für die erwartete oder historische Schwankungsbreite eines Finanzinstrumentes während einer bestimmten Zeitspanne.

W

Währungs-Future

Vertragliche Vereinbarung, eine standardisierte Menge einer bestimmten Währung zu einem im voraus ausgehandelten Kurs an einem späteren, standardisierten Fälligkeitstag zu übernehmen bzw. zu liefern.

Währungsoption

Vereinbarung, einen bestimmten Betrag von Devisen zu einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.

Warenterminkontrakt

Vertragliche Vereinbarung, eine standardisierte Menge einer bestimmten Ware zu einem im voraus festgelegten Preis an einem zukünftigen fixen Zeitpunkt zu kaufen bzw. zu verkaufen. Im Gegensatz zu den Financial Futures lauten die Warenterminkontrakte auf physische Güter, wie z.B. Getreide, Metalle, Erdöl, usw.

Z

Zeitwert

Wert, um welchen der Optionspreis über dem inneren Wert, d.h. der Differenz zwischen Ausübungspreis und Basiswertpreis, liegt, und welcher die verbleibende Zeitspanne bis zum Optionsverfall wiedergibt.

Zinsfuture

Vertragliche Vereinbarung, ein dem Kontrakt in bezug auf Laufzeit und Verzinsung entsprechendes gleichartiges Zinsinstrument zu einem im voraus ausgehandelten Kurs an einem späteren, standardisierten Fälligkeitstag zu übernehmen bzw. zu liefern.

Zinssatz

Die in Prozent ausgedrückte und normalerweise aufs Jahr berechnete Verzinsung des Kapitals.

Zinsswap

Austausch von festen und variablen Zinsverpflichtungen auf in der Regel identische und währungskongruente Kapitalbeträge.

Zinsterminkontrakt

Vertragliche Vereinbarung, ein dem Kontrakt in bezug auf Laufzeit und Verzinsung entsprechendes gleichartiges Zinsinstrument zu einem im voraus ausgehandelten Kurs an einem späteren, standardisierten Fälligkeitstag zu übernehmen bzw. zu liefern.

Zuordnung

Verfahren, durch das die Clearing-Stelle dasjenige Clearing-Mitglied mit Long-Positionen ermittelt, welches die Lieferung des Basiswertes entgegennehmen wird. Da dasselbe Clearing-Mitglied meist sowohl Long- als auch Short-Positionen im gleichen Kontrakt hat, ist der Zuteilungsalgorhythmus so programmiert, daß die Anzahl der effektiv zwischen Clearing-Mitgliedern auszuführenden Lieferungen möglichst klein ist.

Zuruf-System

Handelsmethode an einer Börse, wobei die Parketthändler sich ihre Angebote und Nachfragen zurufen oder durch Handzeichen zu verstehen geben.

Aktueller Kurs

 

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